müde

Müde bist du. Du wachst auf, weil der Wecker es dir so befiehlt. Mit dicken Augen siehst du in den Spiegel und weißt, du siehst beschissen aus. So wie du dich eben nunmal fühlst in dir drin und auch an dir dran. Der ganze Körper klebt vor Verdrossenheit. Mit schnellen Schritten rennst du zur Bahn, zum Job, zur Arbeit, zum täglichen Wahnsinn von 8 bis 17 Uhr. Kurze Momente des Wachseins. Meistens wenn du laut lachst. Wegen Albernheiten. Du malst dir Gesichter auf die Fingerkuppen, stülpst Himbeeren darüber und schüttelst die Finger zum widerwertigen Radioprogramm. Doch meistens bist du müde. Zäh der Tag, die Stunden rasen und schleichen. So wie sie es gerade wollen und es dir nicht in den Kram passt. Du wartest auf das Trampeln der Anderen, dass dir sagt, dass du endlich auch gehen darfst. Schnell noch Dinge erledigen, die du dir in den Kopf gesetzt hast und die mit Konsum zu tun haben. Schnell zu H&M, die Modetrends nicht verstehen und vor dem DANZIG-Shirt stehen und sich fragen, ob auch nur ein Mensch, der sich dieses Shirt hier kauft, jemals DANZIG gehört hat. Kurzzeitige Energie, die dich durchströmt. Shopping-Freude, nennt es der Profi. Verfliegt sehr schnell, wenn der dürre Junge an der Kasse die Endsumme nennt und man im Kopf ausrechnet wieviel Geld einem denn dann noch rein theoretisch und verdammt nochmal auch praktisch bleibt, für den Rest des Monats. Träge schleppt man sich nach Hause und doch dieser Stechschritt, der einen vorantreibt und einem jeder vorhält, wenn man denn mal mit anderen Menschen unterwegs ist. Was selten ist, da man doch gestresst ist und Dinge tun muss. Essen zubereiten und währenddessen fallen die Augen zu. Einfach so. Als hätte man seit Wochen keine Stunde mehr geschlafen. Sich selbst ohrfeigen, weil alles ist doch schön und gut und man kann doch froh sein um solch ein Leben andere Menschen müssen länger arbeiten, härter arbeiten oder noch viel schlimmer, die können gar nicht arbeiten und müssen den ganzen Tag zu Hause sitzen und Dinge hassen oder traurig sein. Das Essen ist verbrannt und geschmacksneutral aber es stillt das was sich Hunger nennt. Die Decke, das Sofa aber es entspannt nicht. Du wartest auf den Moment in dem eine Stimme dir sagt, dass du endlich ins Bett gehen darfst. Um endlich zu schlafen. Damals, als du jung warst, konntest du in solchen Momenten nicht schlafen. Stundenlang hattest du dich versucht in den Schlaf zu wälzen, immer tiefer hinein, doch er wollte nichts von dir wissen. Heute liegst du in diesem Bett, hörst dem Fernseher beim Schlafklimaverseuchen zu und bist eingeschlafen. Zehn Minuten, vielleicht sogar weniger. Du schläfst wie ein Stein, komatös. Kein Traum zwängt sich dir auf. Und doch erholt dich dieser Schlaf nicht mehr. Nicht mal am Wochenende. Denn alles an dir ist müde und träge und du trauerst den Zeiten hinterher an denen du agil und voller falscher Lebensfreude warst. Der Wecker lärmt, du stehst auf, brav wie du bist, ein Vorbild für all die Anderen, die nicht sehen können, wie beschissen du aussiehst, wenn du Morgens in den Spiegel siehst. Du bist einfach nur müde. Doch schlafen hilft hier schon lange nicht mehr.

Support what you love

Die Worte, die hier üblicherweise landen, handeln von Geschichten. Gedanken, die in meinem Kopf toben. Heute geht es um ein Gefühl. Um eine Idee. Einer anderen Person, weswegen es mir schwer fällt, wenn ich auf die leuchtenden Buchstaben der Tastatur blicke.

Essen. Ein grundlegendes Bedürfnis. Bei den meisten, fast allen Menschen. Immer. Man trifft sich zum Essen, stellt sich jeden Abend nach Feierabend, vor den Kühlschrank, die Frage, „Was um alles in der Welt esse ich heute?“ Wir laden uns Apps herunter, die uns vorschlagen, was wir zu uns nehmen könnten. Wir lassen uns Tipps geben, von Menschen die wir mögen, wo es die beste Pizza der Stadt gibt um festzustellen, dass der vorherige Italiener doch besser war. Und wie bei so vielen Situationen im Leben, z.B. wenn man in einer Achterbahn sitzt und Todesängste ausstehend brüllt „Ich will zu meiner Mama!!!!“, sehnt man sich doch genau zu diesem Essen zurück. Man will es erreichen. Das Mama-Niveau was die Zubereitung von Nahrung anbelangt. Und doch versagen wir. Es fehlt irgendwas und wir schieben es auf die Erfahrung oder die Portion Liebe. Aber vielleicht hapert es einfach nur daran, dass wir kein Talent haben und nunmal besser Essen bestellen können.

Wir sehnen uns nach wohligem Zurücklehnen und betüddelt werden. Nach Soße im Übermaß und Portionen, bei denen einem schon beim Anblick der Magen kollabiert. Für Instagram sind die fancy Portionen beim veganen Thai um die Ecke vielleicht ganz gut… aber was ist mit der Seele? Wäre die Seele nicht vielleicht glücklicher mit einem warmen und dampfenden Eintopf, der nach zu Hause schmeckt. Ein Gefühl, dass wir, weil wir so cosmopolit sind, gar nicht mehr kennen. Und in der Hauptstadt, da wo das Leben pulsiert, die Umtriebigkeit einen anstichelt und keine Rast in Aussicht ist, dort ist bald ein Ort an dem man einkehren kann, wenn die Sehnsucht nach Seelen-Essen groß ist. Denn nichts anderes ist es, was uns Muttis Futterstube bieten will. Soulfood.

1619511_1404674049788777_1245955407_nJeder will macro-micro-vegan-tight-shit-fuck-sind-wir-awesome-Essen anbieten. In stylischen Lokalen mit seltsamen Namen… aber eigentlich wollen wir nur mal endlich wieder ankommen, zu Hause, und uns wie ein Kind fühlen. Denn sind wir nicht die Generation der ewigen Kinder? Die, die jetzt statt Abends feiern zu gehen mal gemütlich Essen gehen.

Meine Mutter war keine große Köchin. Sie hatte keine Gerichte, die sie immer wieder für uns zubereitete, die wir immer wieder wollten, wenn die Frage im Raum stand, was es zu Essen geben soll. Hier war es meine Oma mit den dampfenden Pfannkuchen und dem wunderbarsten Pudding. Salat, den man nie vergessen konnte, weil er immer genau so schmeckte, wie man es erwartete. Die Soße zum Braten ein Gefühl von Wärme im Herzen.

Ein großartiger Mensch hat einen Traum. Ich liebe es, wenn die Wesen um ich herum es endlich schaffen ihren Träumen die wabernde Nichtigkeit entreißen und sie umsetzen dürfen. Ich unterstütze sie. Bands, die ich liebe. Autoren, die ich vergöttere. Und jetzt eine Köchin. Ein Wunderwerk. Nicht weil sie es schafft dreifach-gezwirbelten Mocca-Schaum auf drölfzig Schichten Rinder-Blabala zu verteilen, sondern weil sie die Wärme zurück ins Essen bringen will. Die Wohltat endlich mal wieder zu Hause zu sein. Da wo schön ist.

Wer wissen will was ich damit meine geht hier hin.

Wer noch weiter gehen will und das unterstützen möchte, geht hier hin.

Und nie vergessen „Alles Schlampen außer Mutti!“

Nice to meet you

Inspiriert von wunderbaren Texten wie diesem, jenem und dem hier, und Dank der Tatsache, dass ich nunmal keinen Alkohol mit Blubberblasen vertrage, zwingt mich mein Unterbewusstsein zu dieser Bestandsaufnahme. Wir werden sehen wohin das hier führt.

 

Ich rauche wie ein Schlot. Ich weiß nicht ob ich das wirklich mache weil ich es muss, oder weil ich es will, ob es der Genuss ist, der mich dazu bringt mir jeden Tag eine neue Schachtel zu kaufen. Ich hatte mit 16 eine Beziehung zu einem anderen Mädchen. Der erste Kuss fand statt als Stefan Raab im Fernsehen versuchte lustig zu sein. Ich lebte damals in einem Mädchenwohnheim und bediene hiermit alle Klischees. Ich versuchte mich selbst zu verletzen. Mit einer stumpfen Schere. Als es anfing weh zu tun, drückte ich ein bisschen Blut aus den kleinen Wunden und war zufrieden, kratzte so lange den Schorf von den winzigen Kratzern, sodass ich noch heute kleine Narben davon habe. Ich liebe das Geräusch von knisterndem Kandiszucker. Ich vermisse meine Eltern. Mal mehr, mal weniger. Beide weil sie tot sind. Manchmal spiele ich bewusst die „Ich bin ein armes Mädchen ich habe keine Eltern mehr.“-Karte aus. Danach schäme ich mich aber genau zu dem Zeitpunkt kann ich oft nicht anders. Ich habe gekifft, wäre einmal beinah dabei erstickt. Speed kenne ich nur aus dem kläglichen Versuch einen kleine Rest von einer Zeltplane wegzurotzen. Ich habe fast ein halbes Jahr meines Lebens damit verbracht mich jeden Tag zu besaufen und mit so vielen Männern wie nur möglich zu knutschen. Ich war verlobt und nahm es sehr ernst. Ich kann kleinen Babys kaum was abgewinnen außer ich habe einen persönlichen Bezug zu den Eltern. Wenn nicht, dann sehen sie für mich alle gleich aus und sind in meinen Augen das Gegenteil von süß. Ich habe in unserer jetzigen Wohnung ein eigenes Zimmer das eigentlich nur als Abstellraum dient. Ich kann mir Situationen sehr genau merken, die dort stattfindenden Dialoge, aber wenn ich aufzählen soll welche Autoren ich gerne lese, bleibe ich meist stumm weil ich mir die Namen nicht merken kann. Ich fuhr nur wegen Sex in eine andere Stadt um dort einen mir eigentlich fremden Menschen zu treffen. An die Dinge, an die ich mich aus meiner Kindheit erinnern kann, kann ich mich eben nur erinnern, weil sie mir so erzählt wurden. Ich mag Nähe von den richtigen Menschen und manchmal wird mir diese Nähe zu viel, sodass ich zum Monster mutiere, dass brüllend alles von sich stößt was sich im näheren Umfeld befindet. Ich habe wenige Freunde weil ich zu faul bin Freundschaften zu pflegen und weil ich weiß, dass alles endet, irgendwann, und ich es nicht ertrage, dass es so ist. Ich war ein einziges Mal auf einer Twitterlesung, hatte Herzrasen, trank ein Bier und verschwand dann ohne auch nur mit einer anderen Person zu sprechen. Ich hatte keine einzige Kinderkrankheit und habe jetzt panische Angst davor an eben solch einer zu sterben. Ich achte zu wenig auf meinen Körper und ich weiß, dass er mir das irgendwann heimzahlen wird. Ich gehe gerne auf Konzerte, hasse es jedoch mitten in der Menge zu stehen und mich von der Masse antreiben zu lassen doch genau jetzt so richtig abzugehen. Vordere Box rechts. Mein Platz. Seitdem mein Exfreund mit mir Schluss gemacht hatte, kann ich nicht mehr mit Geld umgehen. Vorher war der Dispo eine Sache die ich niemals im Leben anpacken würde. Ich habe studiert, bis zum Vordiplom, und habe dann beschlossen doch lieber arbeiten zu gehen. Meine Ausbildung habe ich gemacht nicht weil es mir liegt, sondern weil es sich zufällig ergab. Ich trage 6 Tattoos auf meiner Haut und jedes hat eine Bedeutung für mich. Ich würde mich gerne für Politik, Feminismus, Kunst, Poesie, etc. interessieren aber dann siegt die Faulheit. Ich esse gerne die Zitronen die man in das Glas Cola geworfen bekommt. Wenn ich versuche besonders leise zu sein, bin ich besonders laut. Ich habe eine 12jährige Katze und habe schon jetzt Angst vor dem Tag an dem sie stirbt. Ich bin ein Mädchen, dass sobald eine Kamera gezückt wird, kreischend die Hand vors Gesicht hält, oder den Stinkefinger zeigt. Ich wäre bei einem Backstreet Boys-Konzert beinahe verprügelt worden, weil ich gegen eine halbvolle Dose Bier getreten bin, die dann einen Halbstarken eingesaut hat. Ich habe mich noch nie geprügelt und könnte es wohl auch nicht, nicht mal wenn ich mich verteidigen müsste. Ich weiß, dass ich einen Jungen kennenlernte der mit mir immer in einen Holzschuppen ging. Wir hatten ein Geheimnis aber ich kann mich nicht mehr erinnern was das war. Ich weiß nur, dass es nicht richtig war was er mit mir gemacht hatte, weil er viel älter war als ich und ich nicht wusste was da passierte. Ich ertrage Beleidigungen jeglicher Art aber wenn man mir sagt ich sei dumm, raste ich aus. Ich war Mitglied in einem Eislaufverein, bei der Feuerwehr, in einem Volleyballverein und bei den Pfadfindern. Das Ausland kenne ich nur aus dem Fernsehen. Außerdem besitze ich kein Fernweh. Zu groß die Angst, dass ich mich nicht verständigen kann. Ich hasse es in unbekannten Lokalen die Toilette zu suchen, weswegen ich immer jemanden mitnehmen muss der mir beisteht. Ich musste bei der Polizei eine Aussage gegen eine vermeintlich beste Freundin machen und verzeihe ihr noch heute nicht, dass sie mich so belogen und betrogen hat. Ich twitterte darüber, dass ich mit einem ekligen Typen rummache der dann über Umwege diesen Blog fand und mich dann darauf ansprach. Ich habe mich nicht rausgeredet. Ich hasse den Sommer weil ich meinen Körper lieber in weiten dicken Pullis verstecke. Ich habe nichts gegen die Saisonterroraktionen wie Weihnachten, Valentinstag oder Ostern. Sie sind mir egal. Ich schreibe manchmal Menschen Dinge, für die ich mich nach ca. 5 Minuten selber ohrfeigen möchte. Ich möchte so viele Menschen treffen und kennenlernen und dann werde ich von mir selbst davon abgehalten indem ich mir sage, dass ich nichts zu geben habe was interessant sein könnte. Ich kann Menschen schnell einschätzen und wenn ich bei dem ersten Blick denke, dass dieser Mensch ein Arschloch ist, bestätigt sich das früher oder später. Ich bin 28 Jahre alt und ich weiß noch viel zu wenig von mir und von dem was ich eigentlich auf dieser Erde will.

ICH BIN IN EINEM BUCH

Nun mal ein bisschen Eigenwerbung. Wer bei Twitter ist kennt sie und wer sie nicht kennt ist doof. Ich spreche hier von der werten Frau Piepmatz. Sie macht wunderbare Dinge und dazu gehören Bücher. Ich durfte einen meiner Texte dort einreichen und der wurde in ein echtes reales anfassbares Buch gedruckt. Ich könnte nun glücklich sterben, denn ich glaube nun habe ich alles erreicht was ich jemals mit meinem Geschreibe erreichen kann und mehr kann ich nunmal nicht also eigentlich GAMEOVER.

Man kann dieses erwerben. Dieses Buch in dem ein Text von mir steht. Ich durfte es noch nicht anriechen und angucken aber ich weiß es wird großartig riechen und phantastisch aussehen. Und wenn man mal davon absieht, dass ein kränklicher Versuch meiner Laberei darin vertreten ist, wird es wunderbar sein. Also kauft es. „Zwischen den Zeilen“ nennt sich das Wunderwerk und ich würde es sehr begrüßen wenn es in Hamburg angelesen wird damit ich mich da heimlich reinsetzen kann und mir einen Ast freue wenn die Menschen dort dieses Buch käuflich erwerben in dem Worte von mir drin stehen.

Hab ich schon erwähnt, dass ich mich freue? Ich glaube nicht. Ich freu mich!

[EDIT 12.08.2011]

Es ist angekommen. Zwei Stück in einem unscheinbaren weißen Päckchen. Und ich lass sie nie wieder aus den Augen. Traute mich nicht das Päckchen aufzumachen. Die Elfenbeinturmprinzessin musste es machen. Und so grinse ich mich heute Nacht in den Schlaf und umarme zwei Bücher.

Blog ungleich Dienstleistung

Du bist ein denkender und fühlender Mensch. Du kannst keine Songs auf dem Klavier stricken aber du kannst ab und an ganz gut mit Worten um dich werfen, sodass du diese Worte festhalten möchtest. Du hast plötzlich einen Blog und Menschen, die das gerne lesen. Du leidest in diesem Blog. Trauerst bertrunken und nüchtern. Hasst zutiefst und lässt dich über diese Menschen aus, die du einfach nicht verstehst weil sie nicht so sind wie du.

 

Wütend bist du. Immer. Ständig. Weil du unzufrieden bist. Wenn du Ahnung vom Rappen hättest, würdest du Rhymes auskotzen, die Wände einreissen lassen. So tobst du dich mit Schachtelsätzen aus. Twitterst das Ergebnis. Egal zu welcher Uhrzeit, egal in welchem Zustand. Liest den Schrott dann irgendwann mal wieder durch und schämst dich manchmal ein bisschen. Weil du dich selbst diesen Emo-Modus nicht mehr erträgst.

 

Und dann bist du glücklich. Du ziehst in eine andere Stadt. Die Stadt macht dich glücklich. Weil du dich fühlst als wärst du angekommen. Endlich. Nach 26 Jahren Suche. Und zu dieser Glücklichkeit kommt eine Verliebtheit. Ein Zustand der nach einem Grinsen verlangt und Hassgedanken vertreibt weil du keinen Sinn darin siehst, dich über alles aufzuregen weil es mit der Stadt und eben auch mit diesem Menschen genug gibt, worüber du dich freuen kannst.

 

Aber du hast trotzdem immer noch das Blog. Du schreibst. Weil du immer schlecht warst darin, Dinge zu sagen. Du musst sie schreiben. Und statt darüber zu schreiben wie seelentraurig du doch bist, strotzt du vor Schmalz. Und es tut dir so verdammt gut.

 

Und dann passiert es, dass du dir von einen anonymen formspring-Pisser sagen lassen musst, dass du plötzlich scheiße bist, nur weil du glücklich bist. Und du denkst dir „FICK DICH!!!“.

 

Dieser Blog ist ein kleines Spiegelbild meines Innersten. Und ich habe es nicht nötig mich von einem wildfremden Menschen nerven zu lassen, nur weil es dem nicht passt, dass ich ausnahmsweise mal glücklich bin. Wer bist du, dass du dir das Recht herausnimmst mir sagen zu wollen wie ich diesen MEINEN Blog zu führen habe? Wenn es dich nicht interessiert, ey dann hör auf das zu lesen. Es zwingt dich keiner dazu und es ist so wie mit der einen Band, die man irgendwann einmal echt gut fand und die dann meinte, sich musikalisch verändern zu wollen. Man muss sie nicht mehr hören, nur weil der Bandname der gleiche bleibt. Man kann sich abwenden und in einem Anfall von Frust die gesamten Bandshirts verbrennen, wenn man meint, damit ein Zeichen setzen zu können. Und wenn du lieber formspring-Arsch so ein wunderbar aufmerksamer Leser bist, wird es dir wohl nicht entgangen sein, dass die neuesten Posts nicht zwingend mit Liebesgeigen gedudelt sind. Aber hey, was muss ich mich rechtfertigen vor einem unzufriedenen Menschen den ich nicht kenne und der meint nur eine unzufriedene Bracka ist eine gute Bracka? Ähm, ja, genau. So überhaupt nicht. Ich frage mich manchmal echt was für Probleme so manche Online-Menschen haben müssen weil sie nicht imstande sind, sich für einen anderen Menschen zu freuen. Oh Bracka, wenn du leidest, dann bin ich für dich da. Ich leide mit dir und kann ganz genau nachfühlen wie du durch die Hölle gehst. Aber zeigst du mir nur einmal ein freudiges Grinsen, finde ich dich echt scheiße und wende mich von dir ab. Weil mir dann vielleicht bewusst wird, wie unzufrieden ich doch bin. Wütend macht es mich. Dieses Fordern von Hass. Euch ist schon klar, dass ich nicht für EUCH schreibe sondern hier nur einem Drang nachgehe. Das hier ist keine Dienstleistung die ich erbringe. Kommt also mal wieder klar ihr unzufriedenen Gnome. Und youporn ist nur einen kleinen Klick entfernt. Oder das Forum für missverstandene Blogleser die von einem Blogger wüst beschimpft werden. Und hey, es gibt so viele Blogs. Du armer formspringer wirst sicher einen neuen Blogger finden, der nur so vor Selbsthass strotzt. Viel Glück bei der Suche.

 

Kunst für mich

Je erwachsener man wird, desto mehr Post kriegt man. Woher ich das weiß? Erfahrungswerte. Jeder will was von mir. Und wenn es nur Penny ist, der mir Spongebob-Walkitalkis verkaufen will. Die GEZ fragt mich, ob ich brav Gebühren zahle für etwas, was ich nicht nutze aber theoretisch und praktisch nutzen könnte. Die Bank schickt mit TANS damit ich mir den weiiiiten Weg zur Bank spare und gemütlich im Bett mein nicht vorhandenes Geld ausgeben kann. Rechnungen, Mahnungen und ab und zu dazwischen eine liebe Postkarte. Der Weg zum Briefkasten immer wieder ein Erlebnis. Irgendwann entwickelt man sogar die Theorie, dass keine Post gute Post ist. Denn dann wird man nicht genervt mit Zahlungserinnerungen und doofen Werbezetteln.

 

Doch dann gibt es Post die macht, dass einem das Herz aufgeht. In so einem kleinen Luftpolsterfolienbriefumschlag kann ein riesiges Grinsen drin stecken. Und dann hüpft das raus und wandert ins eigene Gesicht.

 

Lange Rede, wunderbarer Sinn.

 

BITCHES!!! Ich habe einen echten frauenfuss in meinen Harburger Wänden. So in echt und original und das Besteste und Guteste überhaupt ist, dass das nur für mich allein ist. Steht da nämlich. Für rawr_it. Wooohoooo! Yeah!!! Mir fallen keine Worte ein für die Geiligkeit sondersgleichen. Konfettiregen in meinem Herzen mit Blubberblasengeblubber und Glitzerpopitzer in allen Körperöffnungen (igitt, ekelhafte Vorstellung!)

Und wenn sie so was malt, sieht das SO aus.

Und HIER kann man noch mehr gucken und machen und tun. Huldigt dieser wundervollen Frau und schenkt ihr Tonnen von M&Ms.

 

Faketwittersexualitäten

Lieber Twitterer.

Ich mag euch. Ihr seid lustig und traurig und bringt mich zum Schmunzeln, zum Grübeln, zum Kichern. Aber ihr bringt mich auch zum mentalen Kotzen.

Man könnte mir jetzt sagen, dass ich doch alle entfolgen könnte, die nicht dem entsprechen, was ich lesen möchte. Aber wie es in einer kleinen Freundschaft ist (das ist so in dem DRAUSSEN! Menschen treffen Menschen die sie gerne haben und so. Voll crazy und setzt sich sicher nie durch. Heil Internet, heil Social Media.), ist es auch da. Es gibt Seiten an einem Menschen, die mag man nicht. Man akzeptiert sie, weil man die Person unterm Strich einfach gut findet. Weil sie einen eben zum Lachen, Weinen und Schmunzeln bringt. Weil sie die Decke ist, in die man sich mummeln kann, wenn einem kalt ist.

Doch manchmal, da mag ich manche Leute nicht. Es sind gute Leute. Sonst wären sie nicht in meiner Timeline. Sie basteln tolle kleine Dinge mit Worten. Gedankenfetzen die ich am liebsten ausdrucken möchte um sie mir an die Wand zu kleben.

Aber eine gewisse Unart macht sich breit. Sie war schon immer da und ich glaube sogar, dass ich auch daran teilgenommen habe. An dieser Auslebung der Unart die ich hier anprangere. Boah, watt meint die Kuh denn jetzt?

Es geht um Sex. Um Twittersex. Um Sex, der nie wirklich stattfindet. Um Sex der zwischen Twitterern stattfindet, die sich oftmals nur per Facebook ein paar Texte geschickt haben in denen sie sich gegenseitig erzählen wie knorke sie sich finden. Vermute ich jetzt einfach. Es kann auch ganz anders sein und ich liege total falsch. Aber auch ich durfte ein bisschen in die Twitterwelt schnuppern. Durfte mir Geschichten anhören von diesen Twitter-Events. Und ich glaube so sehr ist das Ganze nicht bei den Extensions herbeigezerrt.

Ich mag euch wirklich. Sonst hätte ich mich schon lange gelöscht und dies vorher natürlich standesgemäß angekündigt. Weil das so sein muss. Twitterkette und so. Aber muss das sein? Dieses „Ich reibe mich an @blubb während @bla ein Foto davon macht.“ oder „Am besten finde ich an @blubbdibla, dass sie mir so feuchte DMs schreibt und sie auch so meint.“. Ich meine diese Sorte von Tweets. Ich kann sie nicht mehr sehen. Ich kann sie nicht leiden. Weil sie sogar bei mir, bei einer Frau, die im Blog von spritzenden Schwänzen schreibt, ein Punkt erreicht ist, der mir ein Ekelaufstoßen produziert.

Ja ich finde Sex gut. Bilder und Worte die mit Sexualität behaftet sind, gucke und lese ich gerne. Weil ich das Thema mag. Weil es so facettenreich ist und meine Phantasie anregt. Doch ihr macht damit was Plattes daraus. Gangbang, Bukkake und dann noch eine Runde Ringelpietz mit Abbeißen. Als wäre es etwas absolut Normales. Als wäre neben die S-Bahn-Mitfahrer und sich selbst scheiße finden, eine kleine Orgie im engsten Followerkreis absolut normal.

Ich klinge vielleicht altbacken. Weil ich mich eigentlich darüber aufrege, dass die Welt zu versext ist. Und wie dumm doch eigentlich gerade von mir so etwas zu hören. Doch auch ich kenne meine Grenzen und ertappe mich doch selbst dabei, Sex zu etwas Banalem verkommen zu lassen, wie das Schmieren eines Butterbrotes.

Ihr dürft weiter eure Online-Nippel aneinander reiben um euch dann gegenseitig mit Online-Sperma einzureiben während ihr euch Online-Knutschflecken an den Innenseiten eurer Schenkel macht. Alles supi und ich bin doch so li[e]beral. Aber ich will euch nur daran erinnern, dass es vielleicht auch anders ginge. Dass man vermeintliche Zuneigung auch anders ausdrücken kann. Und wenn es nur mit einem verschisskackten Emo-Herz ist.

Also Twitterer, hier so <3. Ohne Titten und ohne Muschi. Einfach nur so.