Emanzenhass der anderen Art

Ich hasse ja so einiges. Weil ich nun mal einer dieser Menschen bin, der das gerne macht. Es ist kein Hobby mehr. Es ist eine Passion. Eine Passion, die ich voller Leidenschaft auslebe und ohne die ich mich furchtbar einsam fühlen würde. Und Hass. Er ist so einfach. Wut zu empfinden, fluchen und wild mit den Händen gestikulieren. Es ist so viel einfacher als dieses … Lieben! *börps*

 

Aber eine Sache, die hasse ich besonders. Es sind diese Pseudo-Emanzen, die jeden Tag meinen Weg kreuzen und denen ich tagtäglich derbe ins Gesicht spucken möchte. Oder ihnen einfach nur in eben dieses rülpsen. Irgendwas davon. Oder zusammen. Beides.

 

Emanzipation ist wichtig. Ich bin Pro-Frau. Frauen sind gut, wichtig und ich finde es noch viel wichtiger, dass sie endlich zu dem Recht kommen das ihnen auch zusteht. Aber es sind diese komischen Frauen die meinen sich aussuchen zu können, in welchem Modus sie sich befinden. Diese Frauen, die gerne mit einem pauschalisierenden „Scheiß Männer!“ um sich werfen und ich mir immer wieder denke „Halt deine Fresse, denn du hast so überhaupt keine verfickte Ahnung!“. Sie regen sich auf. Über Dinge die Männer machen weil sie sie machen, nicht weil sie Männer sind, sondern weil sie das als menschliches Wesen nun mal meinen machen zu müssen. Es sind diejenigen, die in ihren Klischees baden. Die darauf erpicht sind weiterhin als schwaches Geschlecht dazustehen, wenn es ihnen in den Kram passt und dann, wenn es eben nicht passt, einen auf Super-Emanze machen. Sie brauchen keine Männer. Nur wenn es darum geht die Rechnung vom Italiener zu bezahlen. Sie können ganz alleine ihre Billy-Regale bei IKEA in den Kleinwagen pressen aber aufbauen, dazu fehlt ihnen das Handwerker-Gen. Sie beschweren sich darüber, dass sie immer wieder auf Küche, Kind und Bett beschränkt werden, beschränken aber selber Männer auf Auto, Tittengeilheit und Bier.

 

Sie machen sich ihre Welt wie sie ihnen gefällt. Nur dass diese Welt voller Widersprüche ist, das merken sie nicht. Ich kann sie nicht leiden diese Weiber. Ich werde laut wenn sie meinen sich wieder pauschal über Penisträger aufregen zu müssen weil die nicht in ihr Realitätsbild passen. Ich kriege Ekelherpes am Arsch wenn ich mitkriege wie sie ganze 10 Minuten später die „Ich bin so schwach, rette mich“-Karte ausspielen. Sätze die mich zur Weißglut treiben:

 

„Ihr Männer kämt doch gar nicht klar ohne uns Frauen!“

„Männer!“

„Wenn ihr Männer nur einen Tag eine Frau sein müsstet…“

 

Fuckfuckfuckbullshitfuck!!! Ihr labert Scheiße. Gequirlte Scheiße mit Glitter oben drauf. Nur so als Tipp: Wenn ihr einen Mann an eurer Seite habt, der euch nicht akzeptiert, dann habt ihr was falsch gemacht. Ihr werdet ihn nicht ändern können weil ihr seid nicht die Wunderwaffe, die aus ihm einen anderen Menschen macht. Wenn ihr jeden Monat im PMS-Rausch mit in Benzin getränkten und angezündeten Wattebällchen um euch werft, seid ihr wohl um einiges anstrengender als ein Stehpinkler. Aber ich vergleiche gerade Äpfel mit Bananen. Schaltet einfach mal euer verdammtes Gehirn ein. Ihr seid doch so stolz auf eure Geisteskraft. Dann setzt sie doch auch mal ein. Nicht um sich alle Namen der Casting-Show-Kandidaten und deren Lebensläufe zu merken, sondern um über den Tellerrand zu gucken. Da ist es nett. Wir haben zwar keine Kekse aber eine gute Zeit. Mit Sex und Bier und wenn ihr lieb seid, gucken wir auch ab und an mal mit euch eine Folge Gossip Girl.

 

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Blog Blog Hurra!!!!!

Kenne mich ja nicht so aus im Blogger-Mileu aber so einen Bloggeburtstag, den feiert man doch, oder? Da werden die Luftballons aufgepustet und die schlechtesten Witze ausgegraben.

Mein Blöggchen wird heute genau ein Jahr alt. Groß ist es geworden. Und mit diesem hier, fing alles an. Ein Jahr später, 119 Einträge und 23,709 Aufrufe mehr, kann man folgendes fazitieren.

„Ich bin kein Stück schlauer geworden. Ich werde immer noch ständig von meinen Gedankenmonstern mit Fragen bombadiert. Meistens geht es darum, dass ich einfach nicht verstehe, warum Dinge so sind wie sie sind. Und warum alles so kompliziert sein muss. Aber ich bin ja die Mutter der Gehirnverkrümmung. Ich darf mich gar nicht darüber ärgern, dass die Menschen zu viel Zeit mit dem dreschen von Phrasen vergeuden.“

Ach und dann muss man doch auch irgendwie danke sagen. Den schmerzfreien Lesern. Wenn es euch nicht gäbe, säße ich haareraufend in einer Gummizelle und würde versuchen aus meiner Spucke kleine Nacktschnecken zu klöppeln. Ihr seid die Wand, die ich beschmieren darf.

Ja und weil heute Geburtstag ist, rege ich mich auch heute mal nicht auf. Ich werde zu meine Spongebob-Tröten auspacken, mit Edding „PARTEY“ auf meine Stirn schmieren und meine gesammelten unfertigen Beiträge mit einem Feuerwerk in den Papierkorb transferieren.

Ach und wünschen tu ich mir auch was tun. Los! Sagt mir mal was. Was ihr meint, was ich eigentlich schreiben sollte. Oder so ähnlich. Ach egal. Macht euch ne Bowle und huldigt meinem Antlitz. Das reicht mir fürs Erste.

Gefühlskiller

Schon fast vergessen aber dank meiner Kehraktion wieder in Erinnerung gerufen. Die Wunderwelt „Mann“ erklärt von der holden Frau Almqvist. Wie letztes Mal versprochen, soll es heute um Gefühle gehen. Nein liebe Männer. „Gefühle“ ist nicht das, was sich bei euch regt wenn ihr euch durch die besten Videos bei youporn und Co. klickt. Es geht um das weiter oben. Herz nennt sich das Ganze und ihm wird zugesprochen, dass es dafür verantwortlich ist, wenn sich zwei Liebende den Schmachtschmalz um die Ohren hauen. Es pocht wie wild und schlägt bei Liebespaaren dann nur für die jeweilig bessere Hälfte.

Heutige Überschrift: „Wie Männer Gefühle ausbremsen“.

Dazu hat Frau Almqvist Folgendes zu sagen:

„Früher mal dachte ich, nur meiner wäre so. Im Laufe der Zeit merkte ich dann, dass sie eigentlich alle so sind.

Schon mal mit einem Mann einen Liebesfilm geguckt? Im herzzerreißendsten Moment, wir fingern nach dem Taschentuch und seiner Hand, werden wir auf den nüchternen Boden der Tatsachen zurückgeholt: Beruhigend erwidert er unseren Händedruck und kommentiert das Melodram mit nicht etwa dem Satz „Ich liebe dich auch!“, sondern mit der Bemerkung „Ich wette, das ist an der Isar gedreht und nicht in Venedig.“ Oder: „Der Hund ist garantiert ausgestopft!“

Ergriffen lauscht die Frau dem Virtuosen, schluchzt beinah mit der Geige um die Wette bei Max Bruchs Violinenkonzert in b-Moll, bis das Wispern des Mannes – „Guck mal, seine Socken sind zu kurz!“ – sie schlagartig aus ihren Träumereien reißt.

Die beste Freundin haucht zum dritten Mal „Ja, ich will“ auf dem Standesamt und wir wissen: Diesmal ist es aber wirklich der Richtige, und kriegen feuchte Augen. Auch der Mann an unserer Seite schnieft ein bisschen – aber bloß um leise kundzutun: „Hier stinkt’s nach Desinfektionsmittel.“ Haben Männer keine Gefühle oder äußern sie die in einer Art Fremdsprache?

Dann müssten sie dringend einen Deutschkurs für Ausländer im Bereich der weiblichen Bedürfnisse machen.“ (Amqvist: Die Macken der Männer. S. 11)

Puh! Du arme Frau hat es ja mal echt nicht leicht. Sie als Frau, ein Wesen das vor Empathie fast explodiert und neben sich ein Kerl der dies ums Verrecken nicht richtige zu schätzen weiß. Nun wieder ein gedachtes Phantasieszenario in dem es darum geht wie es wäre, wenn der Mann genau so ein Emotionsklumpen wäre, wie sie selbst.

Der Liebesfilm. Und die beiden vermeintlich Liebenden im Flimmerkasten finden ums Verrecken nicht zueinander. Frau ist den Tränen nahe. Kuckt rüber zu ihrem Angebeteten weil es ihr wieder ins Gedächtnis ruft, welch ein Glück sie doch hat ihn gefunden zu haben. Wie glücklich sie sich doch schätzen kann, dass sie, nachdem sie so viele Frösche küssen musste, endlich bei ihrem Prinzen angelangt ist. Und dann blickt sie in ein verheultes rot leuchtendes Gesicht. Die Tränen des Geliebten vermischen sich mit dem explosionsartig aus der Nase geschleuderten Rotz. Schluchzend blickt er auf den Fernseher und reibt sich, von Heulsalven geschüttelt, die verquollenen Äuglein. Erschrocken wendet sie den Blick ab und tut so als hätte sie das nicht mitgekriegt. Denn mit weinenden Männern konnte sie noch nie umgehen. Schnell die Flucht ergreifen und in die Küche gehen um eine weitere Flasche Wein zu holen. Hoffentlich hat er bis dahin aufgehört zu heulen. Das nächste Mal gibt es wieder einen Actionfilm.

Wo wir auch schon gleich beim naheliegendsten Thema wären. Frauen und Actionfilme. Genauso wie Männer der holden Weiblichkeit die Kitschstreifen mit grauenhafter Realitätsgeilheit zerstören, schaffen das die Frauen auch bei Actionstreifen. Der Superheld rennt durch eine absolut leere Lagerhalle, 20 Männer ballern mit Maschinengewehren wild auf unseren Helden. Schnaubend erreicht er den rettenden Notausgang und siehe da, keine der trilliarden verschossenen Kugeln konnte ihn treffen. Ein tiefes Seufzen entfleucht der Dame und der Typ neben ihr weiß ganz genau, was jetzt nur kommen kann. Also lieber ignorieren. Denn sonst führte dies wieder zu einer stundenlangen Diskussion darüber wie unrealistisch solche Filme seien. Und außerdem ist die Darstellung von Frauen in diesen Streifen meistens widerlich sexistisch weil sie nur auf ihre Brüste und Ärsche reduziert werden. Hübsches Beiwerk, mehr sind so Frauen in Actionstreifen doch nicht. Und immer muss man sie retten. Wie lächerlich. Als könnte sich eine Frau nicht selber helfen.

Zusammengefasst. Beide Geschlechter sind dazu verdammt dem anderen das jeweilig bevorzugte Film-Genre schlecht zu machen. Hätten wir das schon mal geklärt.

Aber von fehlender Heulbereitschaft bei „Fackeln im Sturm“ sofort auf totale Gefühllosigkeit zu schließen halte ich mal wieder für ein bisschen übertrieben. Und das einem Mann auffallen würde, dass jemand zu kurze Socken anhat… im vorherigen Kapitel klang es noch so, dass man froh sein könnte, wenn es so ein Mann schafft die Unterhose nicht über die Hose anzuziehen und jetzt soll ihm auffallen, dass die Socken zu kurz seien? Lady!!!!

Sicher haben Männer Gefühle. Wenn ihr Lieblingsverein in die zweite Liga absteigt, liegen sie sich weinend in den Armen. Wenn ihr Auto verschrottet werden muss brauchen sie noch ein paar Minuten allein mit ihrem Gefährt, um sich zu verabschieden. Ach welche Klischees. Genau wie Frauen können Männer auf etwas zurückgreifen was sich Gefühl nennt. Leider ist es nun mal aber so, dass es vielen Männern oft verboten wurde, dies auch praktisch umzusetzen. Wenn sie sich als kleiner Junge beim Klettern die Knie aufgeschrammt haben wurden sie mit den Worten „Ein Indianer kennt keinen Schmerz!“ ihrem Leid überlassen und wurden darauf konditioniert, dass jegliche Gefühlsregung, die mit einem Schniefen einhergeht, nicht männlich ist und deswegen unterbunden werden muss. Doch fehlte einem Mann jegliche Emotionalität, dann könnte er sich nicht auf seine Partnerin einlassen. Weil er gar nicht wüsste warum er sich nur fürs Ficken in eine Beziehung stürzen soll. Er empfindet Liebe, nur ist er manchmal nicht im Stande das auch so zu artikulieren wie es die Frau gerne hätte. Er denkt vielleicht es reicht aus, dass er den Klodeckel nach dem Geschäft verrichten nach unten klappt oder die Socken in den Wäschekorb wirft, statt daneben. Das ist seine Art ihr zu zeigen was er empfindet. Und das sollte vielleicht mal klar werden. Das Männer nun mal nicht darauf getrimmt sind, sich emotional total zu verausgaben. Sie haben immer noch einen kleinen Krieger in sich der dazu da ist, seine Familie zu beschützen. Und als solcher kann man sich nun mal keine Weicheiereien erlauben.

Und um zu verdeutlichen, dass nicht nur Männer Gefühlstrottel sind eine kleine Geschichte aus dem Barbara-Nähkästchen.

Es gab einmal diesen Typen. Der fand mich ziemlich gut und mit dem verbrachte ich auch echt viel Zeit. Ich bildete mir zu diesem Zeitpunkt eine bestimmte Tätowierung ein. Es sollte ein Stern sein. Eines Abends saßen wir nett beieinander und ich erzählte von meinem Wunsch. Er sah mir tief in die Augen und meinte dann zu mir „Für dich würde ich die Sterne vom Himmel holen.“. Nicht nur, dass dieser abgespackte Spruch sowieso schon Ekelpickel erzeugen würde. Ich toppte dies, indem ich ihm trocken erwiderte, dass das echt ganz nett gemeint sei, aber wenn man das mal realistisch betrachtet, so am Himmel sehen so Sterne wirklich nett aus, aber wenn man die dann auf der Erde hat, ist so ein Stern eigentlich nur ein überdimensionaler Haufen Dreck.

Und jetzt sagt mir noch mal einer, dass nur Männer Gefühlskiller sind.

Kann nicht denken…

Und heute wieder ein kleiner Schwank aus der Sparte „Barbara tut so als würde sie Männer verstehen und macht sich über Menschen lustig, die Bücher darüber schreiben, dass sie Männer verstehen.“


Letztes Mal ging es ja darum, dass Frauen gerne einen Winsler um sich hätten. Punkt zwei der Hundert Punkte-Liste von Frau Amqvist wäre „Wenn Männer beifahren müssen“. Da ich leider kein Inhaber eines Führerscheins bin, nehme ich mir jetzt einfach mal das Recht heraus, zu diesem Thema keine Meinung zu haben. Daher gehen wir gleich zu Punkt drei über, den ich wieder zitierend erwähnen möchte.


„3. Warum können Männer nie zwei Sachen gleichzeitig machen?


Merkwürdig: Während Männer am Computer das sogenannte Multitasking perfekt beherrschen nämlich an sieben Sachen gleichzeitig herumzufummeln -, haben sie in der realen Welt die allergrößten Schwierigkeiten damit. „Siehst Du nicht, dass ich mir gerade die Schuhe zubinde?“, klagt der Mann irritiert wenn ihn jemand fragt, welcher Tag heute ist.

„Ich kann jetzt nicht, ich schneide meine Fußnägel“ empört sich der Mann, wenn er sagen soll, wo er den Zettel für die Reinigung hingelegt hat. „Er soll später anrufen, ich habe gerade die Kartoffeln aufgesetzt“, wehrt der Mann ab, wenn man ihm den Telefonhörer reichen will, weil sein Bruder am Apparat ist.

Frauen dagegen sind es seit Jahrtausenden gewöhnt, gleichzeitig Gemüse zu putzen, Vokabeln abzuhören, das Telefon abzunehmen, mit der anderen Hand einen Einkaufszettel zu schreiben, zwischendurch schnell einen Knopf anzunähen und für den Familienfrieden zu sorgen mit dem legendären Satz „Seid still Kinder, der Vater schreibt seinen Namen!“

Dass Männer zum Multitasking im Alltag gänzlich unfähig sind, ist weltweit bekannt Dass dies auch in höchsten Kreisen ein Thema ist wissen wir, seit der ehemalige US-Präsident Lyndon B. Johnson über seinen Konkurrenten Gerald Ford das vernichtende Urteil sprach: „Er kann nicht gleichzeitig pupsen und Kaugummi kauen.““ (Amqvist: Die Macken der Männer. S. 9f)


Ziemlich überheblich die Braut. Ich erinnere mich an damals. Als mein Vater vor dem Fernseher saß, telefonierte und Zeitung las. Er konnte einem dann sagen, was die Leute im Fernsehen gemacht haben, was der Typ am Telefon wollte und wer denn alles gestorben sei. Das zu diesem. Und ich habe mal zusammengezählt wie viele Hände die Superwoman da ihr Eigen nennt, die alles parallel betreiben kann und dabei wahrscheinlich auch noch total sexy aussieht. Die arme Frau hat sage und schreibe mindestens vier Arme. Find ich nicht schön. Nö nö! Also ich gehöre ja zu der Sorte Frau, die das nicht kann. Dieses Multitasking. Wenn ich das sage, dann kuckt man mich immer strafend an. Aber ich kann mich nun mal nur auf eine Sache konzentrieren. Maximal zwei, was die Schulpraxis beweist in der ich es schaffte zu quatschen und aufzupassen. Hat meine Lehrerin immer sehr geärgert in der Grundschule und war auch sehr wichtiges Gesprächsthema bei den alljährlichen Sprechtagen. Aber dann ist auch schon Schicht im Schacht. Oft saß ich vor dem Fernseher, meine Mutter redete auf mich ein, wie eine Irre und ich bekam rein gar nichts mit. Nicht weil es so spannend war, sondern weil ich mit dem Fernsehprogramm beschäftigt genug war. Ich kann bei Telefonaten keine Hintergrundmusik ertragen. Sobald ich telefoniere muss es still sein. Alles andere lenkt ab. Aber ich kann meinen Namen schreiben ohne vorher die Ohropax rauszukramen. Was ein Glück ich doch habe, im Gegensatz zu den dummen Männern. Eine meiner liebsten „Ausreden“ die ich im Bezug auf Multitasking besitze ist folgende: „Ich kann nicht denken, ….“ Die Pünktchen ersetze man bitte durch „weil ich aufs Klo muss.“, „weil ich Hunger habe.“, „weil ich betrunken bin.“, usw.


Ich finde es schrecklich mit welch einer unglaublichen Überheblichkeit die Tittenträger-Front meint ihre Fähigkeiten in dem Bereich zu propagieren. Ganz ehrlich will ich das gar nicht können. Ich finde es gut, wenn ich mich voll und ganz auf eine Sache konzentrieren kann ohne mich noch mit anderen Dingen beschäftigen zu müssen. Liebe Männer! Ein Hoch auf das Talent Dinge nicht nur halbherzig zu machen. Lasst uns das Glas erheben. Ähm… ob wir das dann aber schaffen, dieses heben und trinken gleichzeitig? Fraglich. Ach und Männer die am PC rummachen und sieben Dinge auf einmal anfummeln. Versteh ich nicht. In den Internetexplorer www.youporn.com eingeben. Den entrance-Button klicken. Video suchen. Auf „play“ klicken. Wichsen. Internetverlauf löschen. Fertig! Ich erkenne da kein Multitasking.


Und das nächste Mal geht es um… igitt… GEFÜHLE!!!! Bah! Lernt den wahren Romantikkiller kennen und ihr werdet euren Mann für seine Trotteligkeiten lieben.

Füße küssen

Ich habe ein nettes Büchlein bei meiner Schwester gefunden und möchte durch kurzes Reinlesen in dieses sonderbare Werk eine neue Rubrik ins Leben rufen. Name überlege ich mir später totalst crazy spontan.

Zur Einführung. Es handelt sich bei dem Buch um das von Paula Amqvist. Der Titel „Die Macken der Männer – Von Männern lernen und sich täglich wundern“. Es werden 100 Macken der Schwanzträger beschrieben. Da ich bis zum jetzige Zeitpunkt nur bis Punkt drei vorgedrungen bin, halte ich es bis jetzt für eine Auflistung von Klischees. Man wird sehen, was sich daraus entwickelt. Und dementsprechend möchte ich zitierend mit dem Ersten beginnen.

„1. Was Männer niemals hören wollen

Gestern sah ich einen Mann, dessen T-Shirt sich von vorn las „Du bist schön, schön, schön!“ Und von hinten: „Nu is’ aber auch genug!“ Kinder, Narren und T-Shirts sprechen bekanntlich die Wahrheit. Einer nagelneuen Meinungsumfrage zufolge gibt es wenig, was Männer mehr nervt, als die weibliche Frage „Findest du mich zu dick?“ 63% aller Männer finden diese stereotype Sorge ätzend – welche Luxusprobleme die Männer haben! Da würden wir gern tauschen. Wir nämlich würden einem Mann die Füße küssen, der uns täglich, von milden Selbstzweifeln angenagt, einschlägige Fragen stellte: „Findest du mich zu dick?“ „Hatte ich früher mehr Haare?“ „Glaubst du manchmal, ich höre dir nicht richtig zu?“ „Findest du mich schlampig?“ „Stimmt es, dass ich schnarche?“ „Denkst du, ich hab zu wenig Zeit für dich?“ „Meinst du, andere Männer sind besser im Bett?“ „Sollte ich in Zukunft den Müll ohne Murren rausbringen?“ „Meinst du, ich sehe zu viel Boxen im Fernsehen?“ „Könntest du dir einen romantischeren Partner vorstellen als mich?“ „Riechen meine Turnschuhe schlecht?“ „Bringen andere Männer öfter Blumen mit als ich?“ Wir würden diesem Mann tröstend über den Kopf streicheln und auf alle Fragen mit einem unverzöglichen, aufrichtig gehauchten „Ja“ antworten.“ (Amqvist: Die Macken der Männer. S. 7)

Bitte was? Ich versuche es mir gerade vorzustellen. Ich bin die bessere Hälfte von einer anderen, logischerweise, schlechteren Hälfte. Ich sitze in seinem Pyjama, er in meinen Hello-Kitty-Shorts, auf der Couch. Ich klöpple gerade einen neuen Toilettendeckelbezug in blassrosa. Plötzlich dieses fiese tiefe „Hach!“ von der Seite. Ich weiß was es bedeutet. Jetzt geht’s gleich wieder los. Konzentriert fokussiere ich meinen Blick auf die Klöppelanleitung für Dummies und tu so, als hätte ich nichts gehört. Der Luftbefeuchter ist aber auch laut. Nach kurzer Zeit stupst mich was ganz vorsichtig mit der großen Zeh an. Wird bewusst ausgeführt, soll aber wirken wie zufällig. Und es folgt ein weiterer Seufzer. Diesmal noch länger und lauter. Er endet mit einem theatralischen kleinen Hüstelanfall. Ob ich wohl noch einmal die Ignoranzkarte ausspielen kann? Wohl kaum. Also lege ich meine Handarbeit sorgsam in den mundgefertigten Bastkorb, den ich sehr günstig im Eine-Welt-Laden erstanden habe, und wende mich meinem Puzzleteil zu. Ich versuche den drohenden Blick zu unterdrücken und kucke schon jetzt sehr verständnisvoll. „Schatz! Was ist denn?“ Sehr langsam kriechen diese Worte aus meinem Mund, denn ich kenne die Antwort und ich könnte jetzt schon kotzen, schlagen, treten und beißen, weil ich weiß was die nächsten Minuten, Stunden oder vielleicht sogar Tage auf mich zukommen wird. Und schon beginnt es. Es poltert aus ihm heraus. Alle Dämme brechen. Gleichzeitig. Und vielleicht rotzt er dabei auch noch in die von mir bestickten Stofftaschentücher. Er heult rum und fragt mir ein Loch in den Bauch, dass das Schwarze Loch in den Schatten stellt. Und immer wieder wird es unterbrochen von diesem mitleidigen Blick der einem vermitteln möchte „Sei lieb zu mir!“ aber eigentlich bedeutet „Bitte schlag mich nicht, auch wenn du das jetzt am allerliebsten machen würdest.“.

Nachdem ich mir das alles vorgestellt habe kann ich eins sagen. So einem Kerl würde ich nicht dankend die Hornhaut von den Füßen schlabbern. Ich würde ihn mit meinem Fuß treten bis er wirklich einen Grund zum Rumheulen hat.

Zweifel haben und sich diese eingestehen zu können ist eine sehr löbliche Angelegenheit. Denn das bedeutet, dass man sich selbst auch mal versucht objektiv zu betrachten. Und bestenfalls führt es dazu, dass man Unarten, die man mit sich herumschleppt, abstellt oder diese zumindest reduziert. Also alles total supi und knorke und huiwiegeilistdasdennbitte.

Aber jetzt mal ehrlich. Also wenn mir so ein Weibchen einen vorheult, dass sie so dick ist, dann kriege ich nach einer Minute einen dicken Hals und will ihr am liebsten fünf Kilo Eis in den Rachen stopfen. Und ich würde ihr auf keinen Fall sagen „Stimmt!“. Ich würde beschwichtigend auf sie einreden. Was das Elend meistens nur noch schlimmer macht weil man sich dann rechtfertigen muss, warum man denn nicht ehrlich ist. Ein Teufelskreis.

Liebe Männer die ihr dieses Buch gelesen habt. Wenn ihr auf mich trefft und meint diese Sache in die Tat umzusetzen nur damit ich euch an euren Zehen rumlecke… lasst es.

[Und an alle lieben Menschen die das hier lesen und mir schon mal einen „vorgewinselt“ haben, wegen was auch immer. Euch mag ich. Ihr dürft winseln. Und wenn ihr mir jemals auf den Sack gegangen seid, dann habt ihr das zu dem Zeitpunkt erfahren. Dürft und müsst ihr mir jetzt einfach mal glauben.]