Support what you love

Die Worte, die hier üblicherweise landen, handeln von Geschichten. Gedanken, die in meinem Kopf toben. Heute geht es um ein Gefühl. Um eine Idee. Einer anderen Person, weswegen es mir schwer fällt, wenn ich auf die leuchtenden Buchstaben der Tastatur blicke.

Essen. Ein grundlegendes Bedürfnis. Bei den meisten, fast allen Menschen. Immer. Man trifft sich zum Essen, stellt sich jeden Abend nach Feierabend, vor den Kühlschrank, die Frage, „Was um alles in der Welt esse ich heute?“ Wir laden uns Apps herunter, die uns vorschlagen, was wir zu uns nehmen könnten. Wir lassen uns Tipps geben, von Menschen die wir mögen, wo es die beste Pizza der Stadt gibt um festzustellen, dass der vorherige Italiener doch besser war. Und wie bei so vielen Situationen im Leben, z.B. wenn man in einer Achterbahn sitzt und Todesängste ausstehend brüllt „Ich will zu meiner Mama!!!!“, sehnt man sich doch genau zu diesem Essen zurück. Man will es erreichen. Das Mama-Niveau was die Zubereitung von Nahrung anbelangt. Und doch versagen wir. Es fehlt irgendwas und wir schieben es auf die Erfahrung oder die Portion Liebe. Aber vielleicht hapert es einfach nur daran, dass wir kein Talent haben und nunmal besser Essen bestellen können.

Wir sehnen uns nach wohligem Zurücklehnen und betüddelt werden. Nach Soße im Übermaß und Portionen, bei denen einem schon beim Anblick der Magen kollabiert. Für Instagram sind die fancy Portionen beim veganen Thai um die Ecke vielleicht ganz gut… aber was ist mit der Seele? Wäre die Seele nicht vielleicht glücklicher mit einem warmen und dampfenden Eintopf, der nach zu Hause schmeckt. Ein Gefühl, dass wir, weil wir so cosmopolit sind, gar nicht mehr kennen. Und in der Hauptstadt, da wo das Leben pulsiert, die Umtriebigkeit einen anstichelt und keine Rast in Aussicht ist, dort ist bald ein Ort an dem man einkehren kann, wenn die Sehnsucht nach Seelen-Essen groß ist. Denn nichts anderes ist es, was uns Muttis Futterstube bieten will. Soulfood.

1619511_1404674049788777_1245955407_nJeder will macro-micro-vegan-tight-shit-fuck-sind-wir-awesome-Essen anbieten. In stylischen Lokalen mit seltsamen Namen… aber eigentlich wollen wir nur mal endlich wieder ankommen, zu Hause, und uns wie ein Kind fühlen. Denn sind wir nicht die Generation der ewigen Kinder? Die, die jetzt statt Abends feiern zu gehen mal gemütlich Essen gehen.

Meine Mutter war keine große Köchin. Sie hatte keine Gerichte, die sie immer wieder für uns zubereitete, die wir immer wieder wollten, wenn die Frage im Raum stand, was es zu Essen geben soll. Hier war es meine Oma mit den dampfenden Pfannkuchen und dem wunderbarsten Pudding. Salat, den man nie vergessen konnte, weil er immer genau so schmeckte, wie man es erwartete. Die Soße zum Braten ein Gefühl von Wärme im Herzen.

Ein großartiger Mensch hat einen Traum. Ich liebe es, wenn die Wesen um ich herum es endlich schaffen ihren Träumen die wabernde Nichtigkeit entreißen und sie umsetzen dürfen. Ich unterstütze sie. Bands, die ich liebe. Autoren, die ich vergöttere. Und jetzt eine Köchin. Ein Wunderwerk. Nicht weil sie es schafft dreifach-gezwirbelten Mocca-Schaum auf drölfzig Schichten Rinder-Blabala zu verteilen, sondern weil sie die Wärme zurück ins Essen bringen will. Die Wohltat endlich mal wieder zu Hause zu sein. Da wo schön ist.

Wer wissen will was ich damit meine geht hier hin.

Wer noch weiter gehen will und das unterstützen möchte, geht hier hin.

Und nie vergessen „Alles Schlampen außer Mutti!“

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