Kotzrotz

Der Wein verteilt sich gut in deinem Blut. Du sitzt. Guckst in den Himmel und siehst plötzlich Sterne. In Hamburg eher selten. Du diskutierst darüber, was besser sein könnte für dein Leben und für dich und merkst, wie du dich selber herauswindest. Die Argumente des Einen so gut, sodass du nur mit Brüsten kontern kannst, die du demonstrativ vor das Gesicht hältst. Courage haben. Die Courage haben etwas besser zu machen, vielleicht besser werden zu lassen, was doch eigentlich gar nicht so schlecht ist. Sie liegt zertreten zwischen all den Vorstellungen wie es ist erwachsen zu sein. Fühlt sich dort eigentlich ganz wohl. Denn der Irrglaube streichelt es jede Nacht zärtlich in den Schlaf.

Hamburg wird immer mehr zu dem Ort der Grenzen. Der inneren Grenzen. Ideen werden Gedanken und Gedanken werden Ideen und Worte und so selten Taten weil es doch so viel leichter ist den immer fetter werdenden Arsch auf der Couch platt zu sitzen, als die Arschbacken zusammenzukneifen.

Denke die Tage darüber nach was ich vermisse. Und ich merke es ist die Jugend. Die, um die ich sie alle beneide. Wenn ich beobachte wie sich die Menschen Geschichten von damals um die Ohren prügeln, ist in meinem Kopf die Stille. Nichts dergleichen passierte bei mir. Die fickenden Barbies in der Badewanne des Petra-Hauses das einzige Highlight. Oder vielleicht doch noch der eine Abend an dem ich mich mit voller Inbrunst mit der Begründung ich hätte kalte Hände, an den Typen ranschmiss, den ich doch so unglaublich scharf fand und der dann in Regensburg studierte und dort dann das fand, was ich nie sein konnte.

In Gedanken brülle ich Zeitschriften an. Sie sollen ihre Fresse halten mit ihren Schlagzeilen die mich traurig machen. Und eigentlich sollte ich gerade eine Bewerbung schreiben und bin doch so froh endlich wieder Gedanken auf virtuelles Papier bannen zu können.

Vor was habe ich eigentlich Angst? Davor, dass ich plötzlich nichts mehr hätte worüber ich mich beschweren könnte?!

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