Tippenlaufen

Kein Ende. Kein Schrecken. Ein dauerhaftes Verstecken. Anecken. Einstecken. Ablecken. Hochstecken und anzecken. Verdecken und dabei immer wieder verrecken. Sich schütteln und verwackelte Bilder schießen.

Wie sie alle laufen. Wackelnde Brüste, die zitternde Hände werden von zu schweren Taschen abgeschnürt. Kabel die aus den Ohren wachsen. Klebriger Boden in der U-Bahn und die Zeit die einem im Nacken sitzt.

Gespräche über Gott und eigentlich kannst du doch deine Gebete auch an einen Baum richten. Oder einfach mal die Fresse aufmachen und mit mir reden.

Möchte mich verstecken hinter der Elfenbeinturmprinzessin und einfach nicht älter werden. Petra Pan.

Höre ein Baby weinen und in meinem Kopf ist es plötzlich meins. Ich stehe neben dem Bett. Weiß nicht wohin mit den Händen. Die Stimme, die mitbrüllen möchte, mit Samt und Seite auskleiden um kein Unmensch zu sein. Unterhaltungen darüber, ob man Kinder taufen lassen soll. Abwägen. Ungeborenes und ungeplantes Leben schon jetzt verplanen und verkopfen.

In Gedanken Bücher lesen die noch gar nicht geschrieben wurden. Sich selbst als Denker sehen. Nachdenklich dreinblickend vor dem Spiegel stehen und dabei denken und atmen fast vergessen. Die Flausen aus dem Haar zupfen, die einem aus dem Kopf gefallen sind, weil man ihn zu sehr geschüttelt hat.

IKEA-Kataloge durchstöbern und sich fragen ob die richtige Ausnutzung von Stauraum wirklich so glücklich macht wie es mir die Bilder vermitteln möchten. Den Fernseher einschalten und nicht mehr verstehen warum man sich immer noch so sehr an diesen Kasten fesselt, voller Hassliebe erfüllt.

Fremde Menschen in meiner, unserer Wohnung. „Hier wird gekackt, hier ficke ich, hier fresse ich und in diesem Zimmer dürftest du ficken, fressen aber bitte nicht kacken. In einer halben Stunde rausfinden, ob es passen würde mit diesem Fremden. Warten auf den Gong der mich erlöst und mir das Zeichen gibt, dass ich mich an einen anderen Tisch setzen darf um ein weiteres Mal zu erzählen wo ich kacke, ficke und fresse. Speedmitbewohnersuche. Wo sind die Drogen?

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