Nacktes Geheimnis

[19.09.2010]

Ich musste mich nie den prüfenden Augen deiner Freunde aussetzen. Wenn man es genau betrachtet hatte es fast den Eindruck, dass du keine Freunde hast. Doch viele Dinge gab es auch, die dagegen sprechen. Wenn du bei mir warst, in unserer Welt die sich aus meinen vier Wänden zusammensetzte, sprachst du nicht viel über dich und noch weniger über mögliche Freundschaften. Doch ab und zu erhieltst du Anrufe. Oft schnapptest du dir kurz darauf deine Klamotten, das Kondom noch auf deinem Schwanz und warst plötzlich weg. Wir wurden nie gemeinsam eingeladen zu Spieleabende mit gemeinschaftlichem Kochen. Ich wurde nie in eins eurer Stammkneipen gezerrt um mich den bohrenden Fragen deiner besten Freundin auszusetzen.

Ich glaube ich war dein kleines schmutziges Geheimnis. Und lange Zeit störte es mich nicht. Erst jetzt wo du mir wieder die Zeit zum Nachdenken lässt, fällt es mir auf. Und es missfällt mir. Weil ich kein nacktes Geheimnis für dich sein wollte. Ich wollte dein Herz so sehr erweichen, sodass es mir gehörte. Doch das schaffte ich nie. Ich war dein Ort um deinen Trieben freien Lauf zu lassen. Und du wusstest, dass du immer gehen konntest. Weil ich dir nie das Gefühl gab, dass es mir mehr bedeutete. Du machtest mir vor, dass ich etwas Besonderes sei. Und ich machte dir vor, dass es mich nicht interessieren würde. So sind wir quitt. Du und ich.

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