nichts zu sagen

Die nackten Füße auf dem Balkon. Die Hitze drückt auf den Brustkorb. Zigarettenqualm aus der Nase und darauf warten, dass der Regen fällt. Bilder vom Ausnahmezustand sehen und nichts davon mitbekommen. Die Reste sind ein toter Baum und Dreckseen um Gullideckel. Der Wodka will rein in den Kopf. Er hält schon die Motorsäge bereit. Massaker-Modus on! „Bitte schnallen Sie sich an. Wir rechnen mit Turbulenzen.“

Zu viel des Guten. Der bittere Beigeschmack, dass man alles falsch macht. Fragen die man sich stellt. Man malt sich aus wo alles enden wird und raucht weiter. Weil man doch nichts gegen den Lauf der Dinge tun kann, weil die ihren eigenen Kopf haben. Nippt am Wodka den man pur nicht erträgt und kommt zu keiner Lösung. So viel erreicht und trotzdem tritt man auf der Stelle. Man trampelt sich sein eigenes Grab und fühlt, dass das was auf der Strecke liegen geblieben ist und zu zerstört ist um es noch mit Sekundenkleber und Spucke heile zu machen.

Menschen um einen rum. Immer. Die wichtigsten. Die, die einem das Leben schön machen, mit denen man sich das Leben schön machen will. Alles ist anders und hat sich doch kein Stück verändert.

Er spricht von Kleinigkeiten. Schätzt Dinge an mir, für die mich andere verachten. Ich würde argumentieren können. So manch einer behauptet, ich würde alles tot argumentieren nur um mich aus der Realität zu winden. Das ich sage was ich denke und böse gucke, wenn ich böse gucken will und vor allem muss, weil ich dann nun mal wütend bin. Er weiß es zu schätzen.

Zukunftsvisionen während ich auf dem Badezimmerboden sitze und die Zähne wasche. Ich mache ihm keine Angst und das macht ihm keine Angst. Doch ich mache mir Angst oder das was noch aus mir wird. Das was noch sein wird. Nicht nur dieses wir auch jedes andere wir mit anderen Personen die mein Leben zu einem albernen Kindergartentraum mit Sex-Talks machen.

Verluste und jähes Ende. Genießen solange es geht und dabei nicht vergessen die Säulen die mein Leben tragen gut zu behandeln. Gerne vergesse ich es und vergesse mich. Vergesse, dass es da noch mehr gibt als mich und meine Gedanken. Bin egoistisch. Oft und dann doch zu selten. Die Sorge, dass plötzlich alles anders wird obwohl es doch jetzt eigentlich so schön sein könnte.

Pauli-Glas und die Flasche Wein. Der Kater und ich allein im Zimmer. Sind wir wieder so weit? War es zu viel des Guten und weiß ich es einfach nicht zu schätzen welch Glück ich hatte? Wirre Gedanken, Nachrichten von Menschen von denen man keine Nachrichten möchte. Bekannten-Modus an und keine Nachrichten von Menschen von denen man gerne welche hätte. Alles endet. Jedes auf seine Weise. Bitter der Beigeschmack des Süßen.

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