Schlafwach

Einschlafen und aufwachen, einschlafen und aufwachen, einschlafen und aufwachen. Derselbe Rhythmus und immer wieder anders.

Der kalte Rauch im Zimmer, der Ordner mit den Unterlagen neben einem und der Kater unter der Bettdecke an den Bauch gepresst. So schläft man ein. Wacht auf, weil es der Wecker so will. Reibt die Augen, schubst den Kater vom Bett. Der steht kratzend vor der Tür und der Tag beginnt.

Die Comfort-Decke über dem Schlafshirt und der Wohlfühlhose, auf der Rückenkaputtmachmatratze mit dem warmen Körper neben einem. Ich brabble mich in den Schlaf. Erzähle von der Welt oder vielleicht auch nur von Nichtigkeiten. Kann mich nicht erinnern und mitten im Satz, da schlafe ich ein, zucke noch kurz und pupse zufrieden. Aufwachen, aufstehen, Arme, die nach mir greifen. Beruhigend flüstern, dass man gleich wieder kommt und nicht mehr einschlafen können weil die Aufregung zu groß ist und der kleine Schmerz im Rücken an einem nagt. Morgenatem und ein guter Morgen.

Auf der Couch. Auf meinem Bauch liegt er und träumt davon, wie wir auf einer Rutsche sind. Zuckt, wacht auf und entschuldigt sich. Schläft wieder ein und atmet tief in meine Brust. Mein Blick auf den Fernseher gerichtet, die Finger in seinen Haaren und alles ist gut.

So viele Formen des Schlafs, immer anders, immer so, wie es sein soll.

Wusstet ihr, dass es auch Unterschiede gibt, wie man steht? Und wie unterschiedlich gut oder schlecht es sich anfühlt, wie und wo man steht. Hinter ihm, vor ihm, oft stehe ich vor mir selbst und versperre mir die Sicht. Ich stehe zu selten auf, beharre zu oft auf meinem Standpunkt oder tänzle wankelmütig ohne den notwendigen Halt unter den Füßen.

Und vom Gehen, da muss ich euch nichts erzählen. Das wisst ihr genau so gut wie ich. Wie unterschiedlich schwer die Schritte wiegen können, wie laut man doch trampeln kann wenn man doch eigentlich auf Zehenspitzen tänzeln möchte. Wie oft die Schritte fehlgeleitet werden von falschen Begleitern und irreführenden Navigationsgedanken.

Aber schlussendlich ist es immer wieder dieses Einschlafen und Aufwachen. Mit einem kurzen nebeneinander stehen und gehen. Und schon muss man wieder einschlafen… aufwachen… einschlafen… aufwachen… schlafen…

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3 Gedanken zu “Schlafwach

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