Blaue Prinzessin

Worte zu lesen, die mein Herz zerbrechen lassen. Tausend Teile und eine Scham weil man selbst so sehr damit beschäftigt ist, in einer Seifenblase aus Unwirklichkeitsromantik zu schweben. Man guckt diesen Menschen an und will beschützen. Man möchte Wände einreißen und Köpfe spalten um die Gedanken wieder richtig zu biegen. Dem Menschen, um den es sich handelt, Klarheit in die Augen zu prügeln. Den falschen Weg versperren und in die richtige Richtung schubsen.

Ich sehe sie an und es zerbricht mich. Weil ich nichts machen kann um ihr auch nur ein bisschen die Gedanken mit Schweigen zu umhüllen. Grinsend und egoistisch komme ich mir vor und könnte doch stundenlang schluchzen und mit ihr auf Böden von Eispackungen starren. Will mit ihr verdrängen und alles wieder heile machen. Den Sekundenkleber auspacken und anfangen die Teile wieder zu einem großen Ganzen zu basteln.

Ich drohe. Indirekt. Und doch weiß ich nicht was ich tun würde, liefe es nicht so, wie wir uns das wünschen. Ich forme meine Gedanken auf dem Weg nach Hause. Gebe der Sachen einen Namen. Nenne es Vendetta und spucke Wutklumpen vor meine Füße.

Durch die blauen Haare möchte ich ihr streicheln. Ihr sagen, dass es gut wird wo ich doch gar nicht weiß, ob es gut wird. Doch es heißt doch, man soll dem Universum nur sagen was man möchte und schon erhält man es auch. Ich brülle dem Universum entgegen, dass ich das Gute will. Das Beste. Die roten Rosen, die vom Himmel auf sie herabprasseln.

Eine Liebeserklärung. Der anderen Art. Ein Teilen und Hoffen. Auf eine ungewöhnliche Art. Ein Bitten darum, dass es gut wird.

Menschen sind dumm wenn es um Menschen geht. Und manche Menschen sind besonders dumm. Ich hoffe, er ist nicht so dumm. Er soll merken was er aufs Spiel setzt. Für etwas, was ein Scheitern heraufbeschwört.

Nur ein Blick in diese Augen und er müsste es wissen. Und tut er es nicht, ist er ein Idiot. Nicht dieses „Er hat dich nicht verdient.“. Es wäre vermessen und dämlich. Denn würde er sich anders entscheiden, hätte er sie plötzlich verdient?! Doch ein „Gönn es dir. Genau das, genau die Person. Und check endlich, dass du gerade dabei bist, riesige Scheiße zu produzieren.“

Ich drohe mit Massenschlägerei. Mit Tritten in Eier und Flüchen. Doch eigentlich will ich nur, dass sie endlich ihre Ruhe findet. Am besten mit der Hand in ihrer. Ruhig atmend und wissend, dass es gut ist, so wie es ist.

Alta, komm ausm Knick!

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