Shortmessageservice ist Hitler

Es gibt Menschen im Leben, die lässt man los. Weil es Zeit wurde. Weil man nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung hatte in seinem Lebensbuch und weil es dann nun einfach mal an der Zeit war, dass man sich voneinander trennt.

Und bei den meisten findet man das auch gut. Es ist in Ordnung, dass sie weg sind. Und dann gibt es Genossen der Gemeinsamkeit, die einen nicht loslassen wollen. Zumindest nicht das eigene Denken. Immer wieder tauchen sie auf. Man sitzt in der Bahn und lässt seinen Gedanken ein bisschen Freiraum. Man treibt sie dazu an, sich an Orte zu verirren, an die man nicht kommt, wenn man sich dem vollen Bewusstsein hingibt. Und dann tauchen sie auf. Auch der Alkohol bringt sie hervor. Menschen, die einem zu Weihnachten Geschenke gemacht haben. Mit Briefen versehen. Sie bohren sich in das Gedächtnis und man tippt plötzlich wie fremdgesteuert die Nummer der Person in sein Handy um eine SMS zu schreiben. Denn weitsichtig wie man ist, hatte man diese Nummer gelöscht. Doch dann betrinkt man sich zu Hause. Dort, wo die Adressbücher nur so brüllen, dass man sie beachtet.

Es fehlen mir gewisse Menschen. In speziellen Momenten und vor allem vor dem Hintergrund, dass sich die Distanz um ein paar hundert Kilometer verkürzt hat. Und so schreibe ich betrunken SMS. Weiß gar nicht ob sie ankommen. Diese Nachrichten. Sie lösen wahrscheinlich nur ein Schulterzucken aus. Denn straight ist das Gegenüber. Und einmal weg bedeutet immer weg. Wurde mir gesagt. Prophezeit. Doch ein kleines Schlupfloch hat doch jeder. Warum nicht gerade hier?!

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