ԵɾմղƘҽղհҽíԵ

Autobahn. Das Netbook schunkelt aufgeregt auf meinem Schoß. Die Beine in der Schlafanzughose wegen der Bequemlichkeit. Auf einem kleinen Bildschirm in der Mittelkonsole des Wagens „Interview mit einem Vampir“. Gestern zu viel getrunken. Viel zu viel getrunken und mich wieder einmal dazu hinreißen lassen, meine Seele in eine Email zu kotzen und diese dann auch noch zu versenden. Vielleicht war es wieder absolut überzogen dargestellt, was ich schrieb, doch bei alkoholbedingtem Seelenstripp muss man immer ein bisschen was abziehen von der Emotionalität. Vielleicht habe ich damit alles geschrottet, was wir uns mühselig aufgebaut haben. Aber was war das schon? Nichts Halbes und nichts Ganzes? Oder alles? Am liebsten würde ich mich wieder entschuldigen. Dafür, dass ich so bin wie ich bin. Dafür, dass ich meine Klappe einfach nicht halten kann. Doch langsam kauft man mir das nicht mehr ab. Und jedes weitere Wort würde an Bedeutung verlieren. Doch es tut mir leid. Für mich. Weil ich mich nicht im Griff habe und die Selbstkontrolle nur eine Farce ist, der ich grinsend den Stinkefinger zeige.

Die Hälfte der Strecke ist geschafft und ich warte. Auf ein Zeichen. Das alles in Ordnung ist. Gedanken fokussieren und loslassen. Die wirre Idee verdrängen, dass alles von Bedeutung sein muss. Denn nur das Wenigste darf sich diesen Status auf die Fahnen kritzeln. In den Halbschlaf schaukeln lassen und die Zeit totprügeln. Und nicht mehr daran denken. An ihn und meine deplatzierten Worte. An meine unnütze Offenherzigkeit.

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