Trollator

Twitter. Ein virtueller Ort an dem crazy peoplez crazy statementz in noch crazyner Form in die große Web-2.0-Welt pupsen. So weit so gut. Auch hier gibt es Dinge, die man nicht hören will. Wie im echten Leben halt nur in 140 Zeichen mit Löschfunktion. Und dann gibt es Leute, die regen einen auf. Weil sie Blödsinn verzapfen. Zeug das einen ärgert. Manche machen das, weil sie nun mal einfach so sind und nicht anders können. Andere, weil sie meinen sie müssten Troll spielen.

Ich glaube ich hatte gestern meinen persönlichen Trollmoment. Oder, ich bin einfach zu empfindlich. Doch kuckt selbst mal was für eine absolut sinnentfreite Diskussion ich führte.

Alles begann mit diesem Tweet.

Witzig, wa?

Sobald es ums Onanieren geht, fühlen sich ja viele Männer angesprochen. Warum auch immer. So auch in diesem Fall. Von gestreamten Pornos war die Rede und davon, dass man doch wohl erwarten dürfte, dass ne IT-Trulla, wie ich es eine bin, youporn kennt. Was ja auch das erste ist, was man in der Berufsschule lernt. Nennt sich Sexualkundeunterricht. Untertitel: „Auch Kellerkinder haben ein Recht auf Sexualität.“.

Und dann war da der Nasduck. Der meinte dann Folgendes.

Joa, dachte ich mir. Wenn du meinst. Ließ das dann mal so stehen und beachtete es nicht. Woraufhin noch diese hier folgte.

Häh? Dachte ich mir. Ich war mir zwar keiner Schuldzuweisungen bewusst aber springen wir halt mal auf den Schuld-Zug auf.

Meine Antwort: „Wem dann? Der Gesellschaft?“

War nur so dahingesagt, da es mir eigentlich tierisch egal war. Es ging um Porno. So what! Der Herr Nasduck sah dies jedoch anders und packte dann die großwortkotzende Argumentationskeule aus.

Jetzt ging es plötzlich um Verantwortung? Hilfe?! Ich wollte doch auch nur mal voll witzig sein und so. Menno.

Antwort meinerseits, weil ich mir dachte, armer unzufriedener Kerl, kriegste halt deine Reaktion.

„Und was hat das mit Pornosammlungen zu tun? [Ich glaube ich habe einen Teil unserer Unterhaltung übersprungen.]“

Ich glaube irgendwo mittendrin musste ein weiterer Twitterwurm einen Teil der Unterhaltung geschluckt haben. Und gleichzeitig aus meinem Gedächtnis radiert haben. Für mich hatte sich das Thema erledigt. Nicht für meinen Dialogpartner. Harte Geschütze wurden aufgefahren, die wie folgt aussahen.

Jetzt verstand ich absolut gar nichts mehr. Was ich auch äußerte. „Ist mir bewusst?! Frage mich zwar immer noch, wieso du mir das gerade sagst aber hey, danke.“

Da ich ein höflicher Mensch bin, wollte ich das Gespräch hiermit freundlich aber bestimmt beenden. Weil war mir zu doof alles. Verstand den Sinn hinter den Worten nicht. Zumindest nicht in dem Zusammenhang. Seine Reaktion.

Jetzt wurde es affig. Von Porno zu der Eigenverantwortung der eigenen Gefühle. Ich verstand die Twitterwelt nicht mehr. „Häh? Wer spricht denn von Gefühlen? Ich nicht. :D“

Fragte mich, was der eigentlich will. Mich bekehren? Mir die Weisheit des Lebens vorführen und ich check es einfach nicht und weise ihn so bösartig ab? Ich Doofi! Aber kein Ende in Sicht der sinnlosen Wortschieberei. Denn der Herr hatte mir noch dieses zu sagen.

Wenn es ja so egal ist, warum macht der sich solche Mühe? Mh! Ich hatte genug und hatte auch keinen Bock mehr auf nett und freundlich. „Nimm’s nicht persönlich aber haste schon ein kleines Vögelchen. Absolut haltlos Lebensweisheiten auskotzen… ziemlich wirr.“

Nasduck, ein Mensch der scheinbar immer das letzte Wort haben will konterte hiermit.

Man muss wissen, dass es so Sätze gibt, die treiben mich zur Weißglut. Alarm in allen Gehirnwindungen. Die Baseballschläger müssen ausgepackt werden. Und hier war einer dieser Sätze, Aussagen.

„Du verstehst nur nicht, das ist alles… das kommt noch.“

Was verstehe ich nicht? Das es Leute gibt, die einem ungebeten Lebensweisheiten andrehen wollen? Nein, das verstehe ich nicht. Und es interessiert mich auch nicht. Mir emotionale Dummheit vorzuwerfen macht mich zornig. Mir ist vollkommen bewusst, dass ich nicht in allen Bereichen des Lebens weiß, was wirklich richtig oder falsch ist. Aber das kann Herr (oder doch Frau?) Nasenente 1. nicht beurteilen und 2. geht es ihn das nunmal einen Scheißdreck an. Ende des Liedes meine Antwort:

Und jetzt würde ich mich freuen, wenn mir mal einer erklärt, wozu das alles gut sein sollte. Ich verstehe es nämlich nicht.

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4 Gedanken zu “Trollator

  1. Irgendwie völlig aus dem Zusammenhang gerissen… ich glaube, der musste einfach irgendwie was loswerden.. oder hat in seinem Kopf eine Unterhaltung geführt, an der der Rest der Welt nicht beteiligt war.

    Sowas kann man dann getrost ignorieren.

    🙂

  2. Würden die Tweets weniger Bezug auf ihren jeweiligen Vorgägner nehmen, könnte man auf einen gut gemachten Bot schliessen.

    Aber egal, ich fand die ganze Nummer sehr erheiternd. Schade, dass das jetzt wohl vorbei ist. 🙂

  3. Erklären kann ich es dir nicht, aber vielleicht beruhigt es dich ja, dass ich nicht mehr verstehe, als du und deine Reaktion durchaus angemessen fand.
    Und diese „Horrosätze“ kenn ich zu gut. Das ist einfach nur eine Frechheit, sonst nichts.
    Hat (in meinen Augen) auf jeden Fall nichts mit deinem ursprünglichen Tweet zu tun, der tatsächlich witzig war.

  4. Ich schätze, der Nasenenterich hat so seinen ganz eigenen Film geschoben.
    Manche Leute fühlen sich einfach dazu berufen, ihre überaus große Lebenserfahrung anderen Menschen ungefragt aufzudrängen.

    Kann allerdings auch überhaupt gar keinen Zusammenhang mit deinem ursprünglichen (wirklich witzigen) Tweet feststellen.

    Man sollte eigentlich gar nicht auf solche Aussagen eingehen, aber mich ärgert sowas auch immer maßlos… und ich hätte ihm wohl auch geantwortet 😉

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