Gedankenpuzzle

Manchmal, da denke ich an dich. Stelle mir vor, wie du mich ankucken würdest. Mit diesen unglaublichen Augen. Es verwirrt mich, dass ich das mache. Denn du bist doch nur ein Freund. Ohne Zusätze. Kumpel, du verstehst. Nicht mehr und nicht weniger. / Ich schraube mir aus verworrenen Gedanken kleine Glücksmomente zusammen. Werfe sie hoch in die Luft, fange sie auf. Werfe sie noch höher in die Luft und lasse sie mit voller Absicht auf dem Boden der Tatsachen zerschellen. Kehre die Teile zusammen und schiebe sie in eine Ecke. / „Warum verliebst du dich nicht in mich, wenn ich doch scheinbar so perfekt bin?“ „Es sind Kleinigkeiten.“ / Wenig Zeit habe ich nur noch. Und doch zu viel. Viel zu viel. Der Rest des Lebens liegt vor mir. Unbeholfen und verängstigt windet er sich zu meinen Beinen und bettelt mich an, ihn in eine Form zu bringen, die ihm gefällt, in der er sich wohl fühlt. / „Manchmal glaube ich du hast dich überfressen. An mir. Weil ich seit gefühlten Jahren da bin. Für dich. Aber eigentlich nur für mich.“ / Sehr geehrte Damen und Herren. Mit sehr großem Interesse. Ich bin, ich kann, ich werde, ich muss. / „Wie geht es dir?“ „Mir ist schlecht. Nein ich bin nicht schwanger. Wirklich nicht.“ / „Ich werde mich vielleicht als Hausmeister bewerben. Aber die Arbeitszeiten, aber das Geld, aber die Arbeitszeiten, aber das Geld, aber, aber, aber…“ / Froh zu sein bedarf es wenig und wer froh ist, der hat die richtigen Drogen. / „Was willst du machen, wenn du groß bist?“ „Dann will ich mir eine Psychose zulegen und mich austoben.“ / „Ich will dich küssen.“ „Komm her.“ „Geht nicht.“ / Wenn man gewisse Dinge kauft, dann meint man, die Leute starren einen an. Als würden sie mit ihren Augen die Gedanken aufsaugen. Und wenn man auf etwas wartet, dann kommt es nicht. Es lässt auf sich warten. Die Diva in mir. / „Was willst du eigentlich von mir?“ „Ich weiß es nicht?“ / Fragebogen ausfüllen. Warum dieses Interesse? An mir. / „Wenn du weggehst, sagst du vorher Bescheid?“ Noch keinen Plan aber schon eine Skizze im Kopf. Kopfkino wie es sein wird. Lela und ich. / Wir haben dann nur noch uns. / Du wärst wieder so ein Kandidat. Wie mein Ex. Ein Typ der eigentlich genau so ist, wie ich nie einen haben wollte. Er hatte zu seinem Vorteil die Hände, die nach Motoröl gerochen haben. Du den Schöngeist den du verleugnest. / Ich packe. In meinem Kopf. Packe alles ein und packe es wieder aus. Immer wieder. Dauerschleifenumzug. Und was ist, wenn es nicht klappt? / „Ich lasse mich von dir nicht auslachen.“ „FU!“ / Und wenn ich dann mal weg bin, dann wird es dir nicht einmal auffallen. Weil ich nur ein kleines Etwas war. Ein Zeitvertreib. Guter Porno in schlechten Zeiten. / Das Auto in der Waschanlage das Bier in der Hand. Und heim will man nicht. / Nie über den eigenen Vater herziehen. So etwas macht man nicht. Außer er hat einen geschlagen. Dann darf man das. Aber das hat deiner nie gemacht. Also sei brav und schrubbe ihm seine Toilette. / Und dann denke ich nach. Wie es war bei dir zu sein. Und bemerke, dass ich gefährlich nah an dieser Pärchen-Intimität vorbei geschrammt bin. Einseitig. / Rotes Pesto und Kamillentee. / Nur noch 4 Wochen. / In ein Alter gekommen in dem man sagt „Wie die Zeit vergeht.“ Viel vergeudet, von dieser Zeit. / Punkt!

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