Gedankenstrip

Umsorgt fällt es hinein in den Schaum, der ihr das Wolkengefühl gibt. Herzsprung, direkt in den Magen. Geister, deren Namen ich verleugne, deren Gesichter ich kenne, wie der Tag meine blasse Haut. / Ohne Gnade gehe ich auf sie zu und verlange von ihnen angehört zu werden. Schweigen kann man, wenn man von Maden gefressen und von Grabräubern geschändet wird. / Keine Macht sorgt für das wohlige zu Hause sein und auch ich vergesse wessen Namen ich einst rief. Schmachte, lecke an Salzsteinen um mir klar zu machen, dass das was ist. Ein Gefühl so viel tiefer als alles was ein Mensch eigentlich empfinden kann. / Auf der Netzhaut eingebrannte Bilder eines verkauften Lebens. / Wenn die Menschen sterben sind sie genau so, wie sie tief in sich drinnen sein sollten. Sie ruhen in sich selbst. Sie finden sich mit ihrer eigenen Belanglosigkeit ab und verlangen nicht immer mehr. Sie atmen mit dem Bewusstsein, dass dies das letzte Mal sein wird. Glasige Augen zerschellen an den harten Kanten der Realität. / Und immer tiefer versinke ich in dem kleinen Wattetraumschloss das ich mir selbst gezimmert habe aus frohen Gedanken einer glücklichen Stunde. Seifenblasen werfen sich auf mich und saugen mich in sich um mich an den Ort zu bringen den ich vergessen hatte. Dort ist Kindheit, dort ist schön. Dort ist der Erinnerungsfetzen an ein Weinen. Das ehrlichste Weinen das ich je von mir gegeben habe. Jede Träne eine Erlösung meiner eigenen Verbohrtheit. / Verkopft. Immer denken muss man, sich besinnen was man eigentlich erreichen will in diesem Leben, denn ohne ein Ziel ist der Mensch wertlos und muss aussortiert werden. Denn wenn er nicht findet was ihn antreibt, wozu lohnt es sich dann noch auf Erden zu wandeln. Jeden Tag aufstehen. Immer wieder. Aufstehen, hinlegen, hinfallen, hinstellen, hin zu dem Ziel und immer weiter weg von sich. / Reflektiert man seine Gedanken und macht man sich seiner Fehler bewusst hat man meist nur ein müdes Lächeln übrig. Für sich selbst und für die Menschen in seinem Umfeld. Denn man weiß, dass sie sich selbst genau so belügen wie man sie. Man sieht ihnen treudoof in ihren undurchsichtigen Augen und erkennt nicht mal mehr sich selbst denn alles was sich darin spiegelt ist eine kleine arrogante Figur der eigenen Gelüste. Frust und Befriedigung werfen uns zurück und halten uns auf dem Boden der Tatsachen. / Ein Gott will man sein. Einen Gott will man finden. Kauft kleine Gottheiten verpackt in Luftpolsterfolie und schart sie um sich. Die kleinen Gottheiten des Kaufrausches. Befriedigt legt man sich schwitzend in die Kissen und betrauert den Mangel. „Fickt euch“, schreit das Herz das vergessen auf der Bettkante sitzt und nur darauf wartet hinunter gestoßen zu werden. / Wortfetzen. Das Gehirn tobt bei so viel Blasphemie. Schämt sich so missbraucht zu werden und würgt jedes Wort einzeln aus den Windungen. Jedes Wort vergeudet. Smalltalk der Seele und kein Gesprächspartner in Sicht der einem doch einfach nur einen Schnaps ausgibt, damit man 5 Sekunden die Klappe hält. / Innehalten in allem und immer wieder suchen, suchen. Spürhund ein Leben lang und Sinnsuche bis die Nase blutend über den Teer geschleift wird. / Zersetzte Gedanken. Konserviert in Einsen und Nullen und eigentlich sollte man lernen still zu schweigen. / Verfall. / Fertig. / Augen zu und ab dafür. / Party like a rockstar and fuck like a pornstar without any sense of feeling. / Verkrüppelt, innen wie außen, schließe ich dieses Kapitel und lasse es in einem Papierkorb vergammeln. Bis jemand lernt die Zeichen zu deuten und sie mir zu erklären.

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