Schweiß [FSK18]

Ich wollte mich in dich verlieben. Ich wollte mich so sehr in dich verlieben, dass es schon fast weh tat. Und ich wollte, dass du dich in mich verliebst. Das ich dieses eine Mädchen für dich bin, dass dich dazu bringt wirklich zu lieben. Du solltest mich ansehen und mich erkennen. Nicht das Drumherum. Sondern genau das Ich, das mich ausmacht. [Ab jetzt wird es unzüchtig.]

Und schlussendlich ging es mir nur darum gefickt zu werden. Einen Körper auf mir zu spüren. In mir. So tief, dass es fast schon schmerzt. Vielleicht sind es eben diese Schmerzen, die ich brauche. Damit ich spüre, dass ich noch da bin. Das ich begehrenswert sein kann. Das ich jemanden dazu bringen kann, mir fluchend die Leidenschaft ins Gesicht zu schreien. Fuck! Genau das will ich. Genau das brauchte ich. Schweiß und eine bittersüße Sorte von Schmerz. Ich liebe den Blick. Der, der mir zeigt, dass in diesem einen Moment ich dafür verantwortlich bin, dass sich das Blut im Zentrum des männlichen Körpers staut und nur darauf aus ist, mich zu fordern. Herauszufordern. Der Blick der mir ganz genau die Gedanken des Gegenübers verrät, und mich dazu verleitet lolitaesque mit den Wimpern zu klimpern. Unschuldig senke ich meinen Blick und alles an mir schreit „Fick mich!“ Härter und fester. Tiefer und feuchter. Der Biss auf die Unterlippe. Der Biss auf meine Unterlippe und Hände denen ich mich fordernd entgegen presse. Herausfordernd. Das Sperma auf meinem Bauch, auf meinem Rücken, mit Schweiß vermischt. Der schwere Atem. Im ganzen Raum. Ein kleiner Ekel vor mir selbst weil ich mich habe gehen lassen. So sehr, dass die Nachbarn eine kleine kostenlose Hörspielpornovorführung erhielten. Die plötzliche Entspannung all meiner Glieder und das Wissen, dass nicht mein Intellekt durchgevögelt wurde sondern nur mein Fleisch. Das Fleisch, das ich selbst als abstoßend empfinde, was aber dich dazu trieb, deine Finger nicht von mir zu lassen. Eine plötzliche Erektion, wenn wir ganz allein sind. Keine äußeren Einflüsse, die zu dieser führten. Kein Liebesbeweis. Nur ein Beweis dafür, dass ich vielleicht doch ein kleines bisschen Schönheit in mir trage. Und je tiefer, je härter, je schneller, desto mehr lebte ich in diesem verhassten Körper und liebte ihn vielleicht sogar für einen kurzen Moment. Du sagtest was du an mir magst. Es galt fast alles ausschließlich meinem Körper. Und es machte mir nichts aus, sondern machte mich zufrieden. Nicht die Sorge nur darauf reduziert zu werden, sondern das Wissen, dass es etwas an mir gibt was begehrenswert ist.

Dir ging es um meinen Orgasmus. Mir ging es um das Ficken. Darum, wieder einmal zu fühlen. Erregung zu fühlen. Nicht meine eigene. Sondern die eines Anderen. Mich daran zu ergötzen, dass ich jemanden so sehr erregen kann, sodass dieser nicht anders kann, als sich an mich zu pressen, an mir zu reiben.

Ein kleiner Teil von mir wollte wirklich nur verliebt sein. Ein bisschen. Eine kleine Romanze, keine große Liebe. Nur ein wenig Kitsch um des Lebens willen. Weil es doch auch dazu gehört. Und der Rest wollte Bestätigung. Du hast sie mir gegeben. Die kleinen Schmerzen, die Erinnerung an den Geschmack deiner Haut, sind die Bestätigung.

Ich fühlte mich benutzt. Doch ist es nicht vielleicht so, dass ich dich benutzt habe?

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3 Gedanken zu “Schweiß [FSK18]

  1. oh, kenn ich. gut beschrieben.
    manchmal jagt man diesem gefühl einfach hinterher.. dieses hochgefühl zu wissen da ist jemand der einen begehrt. und man mag ihn vielleicht gar nicht so.
    nur ein kleiner funke in dir drin, verlangt nach richtigem verliebtsein.
    mhhh. ja.

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