Twitter aka DER EX

*röflchen*

Ja genau!

*röflchen*

Denn ein ausgewachsenes *rofl* hat die ganze Thematik nicht verdient und es verwundert mich, dass ich mich dazu gezwungen fühle, meinen Senf zu diesem Thema abzugeben. Worum es geht? Achja! Das heutige Thema das wir behandeln wollen lautet „Twitter“. Den lieben Twitterern und Twittereusen und Ex-Twitterern ist dieser Text gewidmet. Vor allem den Ex-Twitterern.

In unregelmäßigen Abständen wird meine Timeline von Links gefüllt, die zu Blogs führen, die davon berichten wie fucking Scheiße Twitter doch ist, das sich doch alle mal gepflegt ins Knie ficken sollen und an all die anderen die man lieb hat, hey wir bleiben über FB in Kontakt.

Was es mich annervt. Jaja, da wird man sagen, liebe Barbara, du musst doch nicht auf jeden Link tappsen der dir vor deine kleinen Äuglein huscht. Und wenn du es tust, musst du das ja nicht fertig lesen. Na da habt ihr vollkommen Recht. Bloß mich verwundert es immer wieder aufs Neue, dass dieses kleine Online-Universum so dermaßen ernst genommen wird, sodass das Verschwinden einer einzelnen Personen zu einem Staatsakt hochgepusht wird. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, sollten Personen wie silenttiffy, vergraemer oder schlenzalot jemals aufhören zu twittern, wir hätten die ersten Twitterselbstmorde die die Bildzeitungstitelblätter schmücken. Und natürlich würden die Überlebenden dieser Selbstmordserie darüber lästern. Ist doch klar.

Ich für meinen Teil habe vor kurzem meinen lokalisten-Account gelöscht. Ging mir voll auf die Nüsse, dass ich jede Woche vom grünen Wohnzimmer gefragt wurde, ob ich denn neue Freunde hätte. Leider habe ich es versäumt darüber einen Blogeintrag zu verfassen. Dies möchte ich hiermit nachholen.

„Ich mache Schluss
Es war ein schwerer Schritt für mich meinen Account bei den lokalisten zu löschen. Ich hatte dort fünf Freunde und ab und zu hat auch jemand auf mich geklickt. Manchmal habe ich meinen Status aktualisiert und einmal hat mir sogar ein Mittvierziger geschrieben, dass er mich gerne kennenlernen würde. Aber so leicht wie man sich das vorstellt, wenn man diesen Entschluss fasst, ist es gar nicht. Zuerst muss man sich anmelden und da ich dort eher selten zugegen war und ich verschiedene Passwörter verwende, dauerte das einige Minuten. Dann muss man in dem grünen Wohnzimmer noch den Notausgang suchen. Sie machten es mir nicht leicht diese Lokalisten. Hier ne email bestätigen, da einen Grund reinschreiben. Puh! Aber dann hatte ich es geschafft und fühlte mich leichter, weil ich endlich den Ballast loswurde den ich ewig mit mir herumschleppte. Was schickt mir dieses böse lokalisten-Team auch jede Woche eine email mit dieser fiesen Frage ob ich neue Freunde hätte? Wissen die nicht, dass mich das verletzt? So etwas geht mir nahe und diese Form von Mobbing wollte ich mir nicht mehr gefallen lassen. Es war zu viel. Noch einige Tage hatte ich das lokalisten-App noch auf meinem Iphone. Oft patschte ich aus Gewohnheit mit meinem dicken Daumen drauf. Es war wirklich nicht leicht.
Babys, ich bin noch bei twitter, formspring, facebook, myspace und meinvz. Ich habe eine Handynummer, vier Email-Adressen, eine Homebase-Adresse und Augen und Ohren, solltet ihr mich im Reallife treffen. Wir bleiben in Kontakt. Ach und Blog hab ich auch noch.“

So! Gut so? Richtig gemacht? Ich kenn mich da nicht so aus.

Vielleicht reagiere ich ein bisschen überzogen darauf. Beschreibe alles ein wenig überspitzt und mache mir hier tausend Feinde. Aber ich verstehe es nicht wie man ein Medium wie Twitter so ernst nehmen kann, sodass man sich mit Pauken, Posaunen, Trompeten und Klavierbegleitung verabschieden muss. Ich sehe keinen Sinn darin. Wenn ich keine Lust mehr auf Twitter habe, dann melde ich mich nicht mehr an. Wenn ich weiterhin mit Einzelnen, die ich dort kennengelernt habe, kommunizieren möchte, dann teile ich es denen mit. Aus! Das wars. Zwitscherhausen ist nicht Gott, nicht die Welt und auch nicht der Nabel der Welt. Twitter ist eine schöne Möglichkeit um über den Sitznachbarn in der U-Bahn herzuziehen, eine grandiose Plattform für Wortartisten und auch ein guter Ort um interessante Menschen kennenzulernen. Doch das war’s auch schon. Dieser Hype der darum gemacht wird, wenn sich eine Person entschließt kein Teil des Twuniversum mehr sein zu wollen geht mir gewaltig gegen den Strich. Liebe Kinder, die Menschen sind nicht TOT. Die leben weiter ihr Leben und pupsen und nörgeln weiter rum wie eh und je. Nur halt nicht mehr in 140 Zeichen.

Und liebe Ex-Twitterer. Es ist schön, dass ihr mitteilt warum ihr den großen Schritt wagt euch gegen diese unreale Welt des Twiteriums aufzulehnen. Aber bleibt doch einfach mal locker. Tief durch die Hose atmen und alles wird gut. Ihr nehmt euch und diese Twittersache viel zu ernst. Es war, ist und bleibt Spaß an der Freude. Wie so viele Dinge die es im Internet zu finden gibt.

Wie die liebe Frau textzicke immer so wunderschön sagt: Twitter ist was du draus machst. (Ich hab da jetzt einfach mal sehr frei zitiert!).

So! Und jetzt melde ich mich bei elitepartner an. Und xing. Und stayfriends. Und dann lösche ich diese Accounts wieder. Und jeden einzelnen tränenreichen Abschied verarbeite ich in einem Blogeintrag. Vielleicht sogar zwei, wenn es besonders hart und schwer war.

Stay tuned!!!!

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6 Gedanken zu “Twitter aka DER EX

  1. Meine große Angst ist ja immer, daß ich mich eines Tages mit großem Getöse und weinerlichem Blogbeitrag „für immer“ von Twitter verabschiede – und sich daraufhin NIEMAND umbringt!

  2. Standing Ovations! Ich hab Tränen gelacht – herrlich formuliert und auf den Punkt gebracht. Obwohl ich mir nicht sicher bin, ob ich mir nen Blogbeitrag verkneifen kann, sollte ich jemals die Segel streichen.

  3. es sind ja garnicht die jenigen die gehen, die so reagieren, sondern die jenigen die darauf reagieren. ich bin gegangen und hab in meinem blog geschrieben warum…nicht mehr und nicht weniger! und wo mich die jenigen erreichen können, da ich bei FB nicht jeden annehme!
    ich denke du musst auch mal die gründe sehen, nicht jeder tut das um sich selbst darzustellen.

    ich wurde aufs übelste immer wieder belästigt bei twitter, weil der jenige twitter zu ernst nahm und nicht ich. und die einzigste kluge entscheidung war trotz meiner 850 followers sich abzumelden! um ruhe zu haben!

    aber ansonsten war dein eintrag lustig 🙂 lg

    • Freut mich, dass du es trotz meines „Angriffs“ lustig fandest.
      Schade, dass so ein winziges Medium wie Twitter gerne dazu verwendet wird, um andere Menschen zu nerven. Ich sag es doch. Alles Freaks in diesem Internet. 😉
      Eine gute twitterlose Zeit wünsch ich dir trotzdem und hoffentlich haste deine wohlverdiente Ruhe vor den Pöblern.

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