Verwirrung stiften

Im Verwirrung stiften bin ich groß. Meint sie das jetzt wirklich so oder hängt sie noch schnell einen kleinen Zwinkersmiley dahinter, der alles wieder zurücknimmt? Der dauerhafte Unterton einer jeden Aussage der der Ironie. Nicht weil ich meinen Gesprächspartner durchgehend verarschen möchte, sondern um auf der sicheren Seite zu sein. Um mir immer ein Hintertürchen offen zu halten. „Hahaha! War doch nur ein Scherz!“ Bloß nie die Deckung nach unten. Immer auf Hab-acht-Position. Denn jede noch so kleine ernst gemeinte Aussage könnte mich verletzbar machen. Mir den Schutzwall zerstören, den ich so mühselig um mich herum aufgebaut habe.

Soziale Interaktion fällt mir schwer da es dann doch irgendwann auf die Gefühlsschiene geht. Oberflächlichkeit hurra! Ein Hoch dem Sarkasmus, dem Wortwitz, den schlechten Sketchen die ich immer wieder vorführe. Karikatiere mich selbst um nicht von anderen ins Lächerliche gezogen zu werden.

Und wenn ich doch einmal mehr fühle? Mehr als ich mir selbst eingestehen will? Wenn ich doch einmal hinaus will in das Bad der Empfindungen und einfach nur Mensch sein will mit den Tränen und der wohligen Wärme um das Herz?

Ein Mensch ist der Auslöser. Nicht weil ich diese großen Ahnungen von Liebe empfinde. Sondern weil mir dieser Mensch klar macht, dass mich dieses Gefühl jederzeit hinterrücks packen könnte. Ohne Vorwarnung hineinziehen könnte in ihr Loch aus Selbstlüge und Verwünschung. Und deswegen versperre ich den Weg. Allen! Die, die es schon geschafft haben über die Grenze, einen herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle, ihr könnt euch breit machen, denn es werden in nächster Zeit nicht viele nachrücken, die euch den Platz an der Bar streitig machen könnten. Denn ich werde aufrüsten. Mich verwehren gegen diesen Wunsch nicht allein zu sein, denn genau dieses allein sein, macht mich doch zu dem Menschen den sie alle so saukomisch finden. Dieser bittere Humor.

Go, go, go! Nur nicht stehen bleiben und darüber nachdenken was sein könnte, wenn ich mich doch einfach mal wieder fallen lasse. Weitermachen und nach den wahren Zielen im Leben suchen. Vielleicht sollte ich mich beruflich mehr anstrengen und eine Karriere anstreben um die man mich dann beneidet. Oder einfach nur weiter zynisch und verbittert in meinen vier Wänden sitzen, die sehnsüchtigen Gedanken streicheln und ihnen mit einem Lächeln die Kehle zudrücken.

Es wird sich zeigen, in der Zukunft, wie weit ich komme mit dieser Masche, die doch schon so lange so gut funktioniert hat. Und muss man sich jetzt Sorgen um mich machen? Bin ich wirklich die Katzenfrau die murmelnd neben dem Fenster sitzt und heimlich den Mitmenschen dabei zusieht wie sie ihre Leben vermurksen mit diesen Gefühlen?

Ich mache mir Gedanken, spiele sie durch, die Szenen eines anderen Lebens und vermisse alles. Und doch fühle ich mich wohl in meinem kleinen Zauberturm in dem die Realität nur ab und zu vorbei blinzelt um mir zu sagt, dass es lebenswert ist. Ich habe es mir ausgesucht. Ich ganz allein. Und so lache ich weiter, über mich am meisten.

[Gefühle saugen sich fest an mir und erinnern mich an eine Welt in die ich nicht gewillt bin zu flüchten. Zu oft war ich schwach und werde dieses wohl auch noch sein. Und Schwäche steht mir nicht. Sie lässt mein Gesicht in sich zusammenfallen und zieht mir den Boden unter den Füßen weg. Und so brenne ich sie weg. Die Gefühle. Und lasse sie sterben, so wie das Leben Menschen sterben hat lassen und mir damit gezeigt hat, dass das Gute eben doch nicht siegt!]

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3 Gedanken zu “Verwirrung stiften

  1. Hey,
    Oh, das kenn ich… immer auf der Hut.. wird irgendwann anstrengend und man verwehrt sich auch so einiges. Aber verständlich
    Ich les im übrigen Deine Einträge echt gern, aber es würde sich viel leichter lesen, wenn Du mal n paar Absätze in Deine Texte einbringen würdest. Merci. 🙂

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