Fazit

Jetzt ist wohl wieder dieser Punkt im Leben, an dem man ein Fazit von sich gibt, sich erinnert, abwägt und neue Ziele steckt. Man vergewissert sich, ob das Jahr, das bald hinter einem liegt, in die Rubrik „gutes Jahr“ oder „schlechtes Jahr“ abgeheftet werden kann. Kleine Erinnerungspäckchen werden geschnürt und schön brav eingefroren. Für schlechte Zeiten. Für Momente an denen man sich daran erinnern muss, dass es da was Gutes gab. Lebenswertes.

So unglaublich viel ist passiert in diesem einem Jahr und doch war es fast nichts wenn man bedenkt, das so ein Jahr 365 Tage hat, die mit Ereignissen befüllt werden wollen. Das größte und beste Geschenk, das mir 2009 bescheren konnte war die Tatsache, dass ich wunderbare Menschen kennen lernen durfte. Trotz meiner Fähigkeit mich durch absolutes Schweigen im höchsten Maße unbeliebt zu machen habe ich es geschafft über meinen eigenen Schatten zu springen und mich mit großartigen Menschen auszutauschen. Herzerwärmend wie verliebt das doch alles klingt.

Konzerte. Ein Punkt in meinem Leben der mich prägt, der mir die besten Momente schenkt (und Kleidung). Es geht mir nicht um dieses Auspowern. Rein in die Wall of Death, raus aus der Wall of Death, rein in den Circlepit, raus aus dem Circlepit. Es ist mehr dieses Erleben der Musik die mich begleitet, gespielt von den Menschen, denen sie die Welt bedeutet. Und Kinders, ich war auf dem längsten Konzert der Welt. Wenn das kein Grund ist, dem Jahr 2009 das Prädikat „wertvoll“ auf die Stirn zu tackern, was bitte dann?!

Und  ich war in Berlin!!! Ich habe es geliebt obwohl es so dermaßen heiß war, dass einem oft das Atmen schwer fiel. Ein Stück meines Herzens ließ ich dort in dieser Stadt in der ich das Gefühl hatte, mit offenen Armen empfangen zu werden.

LALALALALALA…. die LALA. Ein weiterer Punkt der mich Lebenszeit gekostet hat. Und ich habe es so dermaßen gern gemacht. Die Erstausgabe liegt immer noch brav bei den Büchern und strahlt weil sie die Nummer Eins ist. Ich habe mich ziemlich oft zum Volltrottel gemacht bei Interviewanfragen oder ähnlichem. Falscher Name oder gleich mal bei der falschen Person für die falsche Band anfragen. Aber hey. In der LALA, da steht mein Name, meine Rezi über die Platte der Bulls. Was will man mehr.

Ich bin ein bisschen älter geworden, ein bisschen runder, ein bisschen lauter, ein bisschen leiser, ein bisschen schöner, ein bisschen hässlicher, ein bisschen mehr das was ich denke sein zu wollen.

Und kann ich nun ein Fazit abgeben? Kann ich sagen, dass dieses Jahr super war und das es aber bitte nächstes Jahr besser werden soll? Oder sollte ich mich noch ein bisschen daran erinnern, dass ich oft diese schwachen Momente hatte. Diese Momente an denen ich die gesamte Trauer der Welt umarmte und nicht mehr los ließ. [Oh wie ich sie doch vermisse.] Oder sollte ich mich an die hasserfüllten Momente erinnern, an denen ich platzen hätte können vor Zorn? Sollte ich wirklich anfangen ein Punktesystem zu entwickeln um dann fein säuberlich das vergangene Jahr auszuwerten? Mit Tortendiagramm.  Oder ist es nicht vielleicht doch scheißegal? Gottverfickt! Ich erinnere mich an all die guten Dinge die mir widerfahren sind. Und ich liebe die Erinnerungen daran. Liebe Negativität, leck mich, küss mir die Füße. 2009, trotz deiner dämlichen Ecken, Kanten und tränenreichen Schluchten, du warst ein guter Begleiter. Liebes 2010. Mach das Beste draus! Wichtiges und Großes erwartet uns. Es beginnt genau da ein neuer Lebensabschnitt. Vom Azubi zum… ?!

Liebe Menschen. Feiert die Vergangenheit. Und wenn es beschissen war, dieses 2009, 2010 kann es beschissener werden, keine Frage, doch lasst wenigstens den Jahreswechsel einer der guten Erinnerungen werden.

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