Feiertagsblues?

Warum tut dieser Sprung in die Realität eigentlich immer so dermaßen weh? Wieso kann man sich nicht hineinfallen lassen wie in ein weiches aufgespanntes Bettlaken das von Zuversicht und wohliger Wärme gehalten wird? Weshalb muss es immer dieser knieaufschürfende und beulenproduzierende harte Fall auf den Asphalt sein? Warum muss ich mich überhaupt in einer Phantasterei verfangen und mich darin verlieren? Diese selbstgedichtete Welt erzählt nicht von Drachen die auf Eseln reiten und Prinzessinen die ihr güldenes Haar an Schokoladenflüssen kämmen. Sie spielen in einer besseren Realität. Meine eigene Dailysoap ohne diese miesen Schauspieler und der übertriebenen Dramatik. In Einfachheit gestrickt und doch macht es mich zufrieden dieses Kopfkinoleben das ganz gut klar kommt ohne Terror und Tränen. Keine Alkoholexzesse weil der Schmerz verdrängt werden muss, weil es einfach keinen Schmerz gibt. Keine schweren Gedanken die mich an die Wand starren lassen und keine unausgesprochenen Fragen. Nur ich und das Gefühl der Zufriedenheit. Und dann, ein Satz und ich kehre zurück in meine Realität, die einfach ums Verrecken nichts damit zu tun hat was ich mir in meinem Kopf zusammengebastelt habe aus Schönheit. Nicht dieser optischen Schönheit, die so vergänglich ist, sondern diese gefühlte Schönheit. Das zu Hause sein, ankommen, dieses kraulen des Nackens wenn der Weltschmerz mal wieder zu groß wurde und zu Verspannungen führte. Man sagt immer, man wäre für seine eigene Realität verantwortlich. Man könne sich die Welt so machen, wie man sie haben möchte. Alle Türen würden offen stehen und man müsste es nur wagen hineinzutreten in diese ungewisse Zukunft. Doch irgendwann ist dieser eine Punkt im Leben erreicht an dem man merkt, dass eben nicht alles möglich ist. Das man sich mit dem zufrieden geben muss, was einem vom Leben hingerotzt wird. Das man nicht all das sein kann was man will, weil man schlussendlich doch nur eine billige Kopie dessen bleibt, was man gerne wäre. Das nennt sich dann Realität. Verbittert nennt es der, der sein Leben hat. Sein schön gemustertes wunderbares Leben mit Höhepunkten und auch Tiefpunkten aus denen er aber auch immer eine gottverfickte Lehre zieht, weil er der Überflieger ist und es richtig macht. Und mach ich es jetzt falsch weil ich unzufrieden bin und trotz alledem nicht apathisch durch die Welt wandle und wie irre nach einem Ausweg suche, der alles besser macht? Bin ich der schlechtere Mensch weil ich mich zwar nicht mit dem zufrieden geben will was ich habe, aber keinen blassen Dunst davon habe, wie ich das kriegen soll, was ich will? Und bin ich der Antimensch wenn ich nicht weiß was ich will? Und weil es mir so schwer fällt mich in diesem Leben, das nur mir allein gehört, wohl zu fühlen weil die Farbe nicht stimmt, es ist immer 2 Grad zu kalt und müffeln tut es auch, flüchte ich mich in diese Szenarien in denen es so läuft wie ich es mir ausmale. Und scheiße, da ist es gut. Da krieg ich den leckersten Keks, passe in jede Hose, habe den besten Sex ever und liebe das es fast schon kitschig ist. Danke Kopfkino, fick dich Realität!

Rotzbanaler Emoscheiß!

[Wollen Sie diesen verbalen Dünnschiss wirklich löschen oder wollen Sie noch mal gepflegt kotzen gehen, bevor wir diesen widerlichen Gehirnausfluss die Kanalisation hinunterspülen?

Danke für Ihre Aufmerksamkeit! Sie können jetzt wegtreten und weiter leben! Nehmen Sie doch bitte den Müll mit runter wenn Sie gehen. Danke!]

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