Kippen, Klon, Klappermühlen

Ein trauriger Clown mit lachendem Herzen. Verwahrlosung nennt sich der Massensport. Denn nur wenn man stinkend vor Eigenlob durch die Welt stiefelt gelangt man an das Ziel der Wertlosigkeiten. Hört man sich nur einen kurzen Moment beim Denken zu, fängt das Herz an höher zu schlagen. Singt in den höchsten Tönen vom Leid des Lebens denn dort wo die Trauer wohnt, fühlt es sich wohl. Schlackert lustlos mit den Armen, beschränkt sich selbst, denn jeder Weg ist ein Holzweg. Happy End mit Trauerminen. Trauerspiel der Extraklasse mit Darstellern die es nicht verdienen eine Gage in die klammen Finger gedrückt zu kriegen. Phantasien von bunten Blumen und dem Gefühl dort sicher zu sein, in den Phantasien. Ein Trugschluss deren Herkunft als unbekannt bezeichnet wird weil alles was unerklärlich ist gilt als märchenhaft. My home is my grave. Einengung durch Befreiung. Denn jeder der frei sein will setzt sich unter Druck was zu sein, wer zu sein. Darstellende Kunst in jeder Sekunde in der man wach ist. Und sogar im Schlaf wird die Schauspielerei fortgeführt. In den Träumen. Denn dort ist man wer. Der Beste, Größte aber der Dickste will man nie sein. Leben so dermaßen kaputt gelebt, dass sie einem leid tun. Diese armen Leben wie sie nach Luft ringen während sie ausgesaugt auf dem Boden liegen. Der Boden der Tatsachen kann hart sein. Auf ihm zerschmettert so manches Seelchen und lässt erkennen wie kaputtbar doch alles ist wenn der Sekundenkleber nicht immer griffbereit ist. Sandburgen bauen, eintrampeln, dem Erdboden gleich machen und alle wollen wir Peace, Love and Harmony. Weil wir sie so nötig haben. Haben wir das wirklich nötig? Uns zum Sklaven der eigenen Hirnrissigkeiten zu machen. Gruppenzwang, Gruppensex, ficken, ficken, jeder will ficken und fickt und wird gefickt und die große Besamung findet doch sowieso nur im Kopf statt. Kino vs. Realität denn Gewinner kann man nicht leiden. Glückskinder die elendigen. Ins Gesicht gespuckt weil man es kann. Sich selbst ins Gesicht gespuckt. Jeder Zug an der Zigarette ein Zug der vorbei fährt. Den man verpasst weil man meint so viel zu verpassen wenn man nicht dabei ist. Nicht immer den Finger genau da hat wo das Leben pulsiert. Doch zu viele Finger gieren nach diesem Ort und schlussendlich stehen wir uns doch selbst im Weg indem wir denken wir wären gut. Sprache verkommt. Das, auf das der Deutsche doch so viel Wert legt. Auf die Denker, die Dichter. Wo sind sie? Sie schreiben Rhymes und dissen bis ihnen der Rotz aus den Ohren läuft. Denn das ist die Popkultur und alle hüpfen wir mit, denn so ist es wenn man hier leben will. Gegen den Strom entwickelt sich immer mehr zu mit dem Strom. Jeder der meint er sei so einzigartig ist die Kopie eines anderen Einzigartigen. Alles nur noch Fake. Beschimpfungen, Mobbing, das Herz des Anderen in der Hand und ab in den Müll damit. Denn man wird ja selbst nicht anders behandelt. Und wenn du mir ein Auge ausstichst, ey, dann fick ich dein Leben weil es so sein muss. Weil ich es kann. Weil ich der Übermensch bin. Hirne schrumpfen vor sich hin denn sinnlose Berieselung jeglicher Art beruhigt die Nerven und vermeidet das Denken. Streber, Nerds, Außenseiter, der Mann mit dem Unschuldsblick der dir mit Geilheit in den Augen das Messer bis zum Anschlag in den Rücken rammt. Weil Feigheit groß ist. Alles verloren und viel gewonnen. Genau hier und jetzt wird es passieren. Die Welt wird sich rächen für das was sie aus uns gemacht hat. Spiegel der Wahrheit, der nackten. Dieses hässliche Ungestüm mit den Dellen an den richtigen falschen Flecken. Wir tun uns leid und weinen uns in den Schlaf. Einsam! Weil wir es können. Gutes Kind! Lebe das vorgekaute Leben. Aber sei gleichzeitig ein Rebell. Schieb die Schuld auf alles nur nicht auf dich. Zieh dich anständig an aber immer so, dass es auffällt wie geil doch alles ist weil alles geil ist. Ranzige Ränder an den Hemden. „Wo leben Sie?“ „Daheim!“ „Wo ist das?“ „Da wo das… na wie hieß er noch mal… der Muskel da, der uns am Leben hält… ja da so, in der Richtung.“ Man deutet in die Magengegend denn volle Bäuche zählen mehr als gute Worte. Vollgefressen bis zum Anschlag und immer noch nicht satt weil die Gier treibt einem Tränen in die Augen und wer will schon weinen. Ein Abschlusssatz wird verlangt. Ein Weisheit mit Gehalt oder einfach nur das große Träumelein vom ‚und sie lebten glücklich bis an das Ende ihrer Tage’. Hände in die Luft… atmen, leben, ficken, gefickt werden, sterben, tot sein, riechen, schmecken, gebären… Verdruss überkommt den armen Mann der an der Ecke steht. Denn er steht da allein. Wirr nennt sich das. Brainstorming nennt es der Kenner! Freigeist trifft Engstirnigkeit und das Ergebnis ist die totale Leere in beider Köpfe.
Woher ich das weiß? Ich habe sie ihnen eingeschlagen. Die leeren Köpfe. Da war nichts. Nur ein Zettel. Auf dem stand in Schönschrift:

.. ..

„Geh nur schnell Zigaretten kaufen!“

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